Mega-Projekt soll Strassen entlasten Schweizer Grossfirmen bauen Metro

Ein unterirdisches Transportsystem für Güter soll die Strassen entlasten. Ab 2030 soll die «Cargo sous terrain» die grössten Schweizer Städte miteinander verbinden.

So könnten die futuristischen Wagen aussehen, mit denen die Güter unterirdisch transportiert werden. play

So könnten die futuristischen Wagen aussehen, mit denen die Güter unterirdisch transportiert werden.

PD

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Bis zu 40 Prozent geben auf Diese Lehren werden am meisten abgebrochen
2 Vielerorts geht nichts mehr Kunden ärgern sich über Swisscom TV
3 «Birreweiche» Mieterhöhung um 40 Prozent Alprausch schiesst mit...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
102 shares
42 Kommentare
Fehler
Melden

Was für ein Projekt! Firmen wie die SBB Cargo, die Post, Swisscom, Rhenus Logistics und die IG Detailhandel (Migros, Coop, Manor und Denner) wollen den Schweizer Güterverkehr revolutionieren. Mit einer Art unterirdischer Metro. Sie soll ab 2030 Schweizer Städte miteinander verbinden.

play

Das System namens «Cargo Sous Terrain» ist aber ausschliesslich für Gütertransporte reserviert. So soll das normale Strassennetz entlastet werden. Denn: «Die Güterverkehrsprognosen sagen für die Schweiz einen Zuwachs von bis zu 45 % bis 2030 voraus», schreiben die Initianten.

«Die heutigen Verkehrswege werden diese Wachstumsraten nicht auffangen können, negative Folgen werden immer deutlicher spürbar sein. Da ein unlimitierter Ausbau nicht möglich ist, sind neue Konzepte zur Versorgung der urbanen Zentren gesucht», heisst es weiter.

Feinverteilung in den Städten

Für die Feinverteilung der Güter in den Städten ist dann vorgesehen, ein «City-Logistik-System» aufzubauen, welches die Waren verschiedenster Anbieter gebündelt zu den Abnehmern bringt.

Der Förderverein «Cargo sous terrain» hat eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Deren Ergebnisse liegen nun vor und werden in zehn Tagen in Zürich präsentiert. Die Initianten sind aber offenbar überzeugt von ihrer Idee. «Das Gütertransportsystem wird die Logistikwelt verändern», schreiben sie selbstbewusst.

Fragen zu den Kosten des Projektes, dem weiteren Fahrplan und zum Stand der Finanzierung wollte auf Anfrage von Blick.ch niemand beantworten.

Publiziert am 15.01.2016 | Aktualisiert am 15.01.2016
teilen
teilen
102 shares
42 Kommentare
Fehler
Melden

42 Kommentare
  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 16.01.2016
    Bereits in den siebziger Jahren träumte der Lausanner Bauingenieur Rodolphe Nieth den Traum einer gesamtschweizerischen Hochgeschwindigkeits-Metro. Von 1992 an wollte er ihn als Vizepräsident der Swissmetro AG verwirklichen. Das Projekt scheiterte jedoch an wirtschaftlichen und politischen Hindernissen. Die Aktiengesellschaft wurde 2009 liquidiert. Mit dem Wachstum der Bevölkerung Schweiz in Millionen, muss auch das wieder eine Option sein für spätere Generationen. Schade bin ich schon so alt!
    • Alexander  Romero aus Zürich
      16.01.2016
      Was würde dieser Unsinn denn Kosten und wer wird das bezahlen ob für Güter oder Personentransport? Für Güter wäre es zwar eine gute Idee aber lässt die Hochpreis Schweiz sicher noch verteuern. Für Personen soll Strasse und Schiene reichen. Kein Land auf der Erde hat ein Landesweites Metrosystem. Das ist Luxus und würde die Dezentralisierung, Zersiedelung mit längeren Pendlerwege nur beflügeln. Eine echte Metro müsste eher in und bis 15km um Zürich gebaut werden.
  • Wolfgang  Hämmerle 16.01.2016
    Die Swisscom sollte sie lieber auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, mit diesem Geld den Ausbau des Glasfasernetzes endlich vorantreiben und ihre langjährigen Abonnenten zufriedenstellen. Ansonsten eine sehr gute Idee!
  • Albert  Knoll 16.01.2016
    «Die heutigen Verkehrswege werden diese Wachstumsraten nicht auffangen können, negative Folgen werden immer deutlicher spürbar sein." Würde ich eins-zu-eins auf die PFZ übertragen. Mehr Menschen, mehr Nachfrage, mehr Verkehr. Erstaunlich, dass nun auch die Detailhändler indirekt zugeben, dass auch die ungebremste Zuwanderung negative Folgen mit sich bringen kann.
  • Ueli  Sigrist 15.01.2016
    Schlaue Köpfe haben erkannt, dass die Wachstumsrate des Güterverkehrs viel grösser ist als erwartet. Unsere starke Nachfrage nach Waren und das Streben nach wirtschaftlicher Konkurrenzfähigkeit verlangt neue Transportwege. Auch die Kapazität am Gotthardbasistunnel ist nicht endlich! Am besten Cargo sous terrain parallel mit SwissMetro bauen...und nicht den 2. Gotthardstrassentunnel vergessen. Wir bauen für die Zukunft!
  • Rodolfo  Giavelottino 15.01.2016
    Durchsage am Radio: "Wegen einer Strompanne bei Spreitenbach bleiben die Cargosendungen im Souterrain bis auf weiteres stecken. Die Behebung der Störung könnte mehrere Tage andauern. Geruchsimmissionen verderbliche Lebensmittel können an die Oberfläche gelangen. Die betroffene Bevölkerung wird gebeten, die Fenster zu schliessen und die Häuser nicht zu verlassen. Die Behebung der Störung wird mehrere Tage andauern."