
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Unter dem Strich verdiente der grösste Telekomkonzern der Schweiz 2,068 Mrd. Franken, wie die Swisscom heute Mittwoch bekanntgab. Analysten hatten nur mit einen Reingewinn von rund 2 Mrd. Fr. gerechnet.
Der Gewinnsprung ist einmaligen Ereignissen zu verdanken. So habe der Verkauf der Tochtergesellschaften Antenna Hungaria, Accarda und Infonet den Reingewinn um 162 Mio. Fr. erhöht.
Zudem hatte die Swisscom 2006 den Anteil des britischen Vodafone-Konzerns von 25 Prozent an der Swisscom-Mobilfunksparte zurückgekauft. Dadurch muss die Swisscom keine Gewinnausschüttungen mehr an die Briten zahlen. Im Vorjahr hatte sie noch 306 Mio. Fr. an die Minderheitsaktionäre abgeliefert.
Negativ wirkte sich das Fernsehgeschäft aus. Der Vorstoss in die Welt der Flimmerkisten riss ein Loch von rund 100 Mio. Fr. ins Betriebsergebnis. Davon stammte rund die Hälfte von der interaktiven TV- Fernbedienung Betty, mit der die Zuschauer an Gewinnspielen oder Umfragen teilnehmen konnten. Wegen der tiefroten Zahlen hat die Swisscom Betty mittlerweile den Stecker rausgezogen und das Geschäft in der Schweiz eingestellt.
Auch Bluewin TV sorgte für Sorgenfalten bei den Verantwortlichen. Die Installationskosten bei den Kunden sind viel höher als erwartet. Daher drückte das Fernsehen über Breitbandinternet mit einem Betriebsverlust von rund 50 Mio. Fr. aufs Resultat. (SDA)
play
Carsten Schloter, CEO Swisscom, kann sich über einen guten Gewinn freuen. (Keystone)