Massiver Flottenabbau Flughafen Zürich fürchtet um Air Berlin

ZÜRICH - Die zweitgrösste Airline Deutschlands ist auch die Nummer zwei in Zürich. Gibt Air Berlin den Hub auf, wirkt sich das auch auf den Flughafen Zürich aus.

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Ist auf dem Platz Zürich nach der Swiss klar die Nummer zwei: Die deutsche Airline Air Berlin. STEFFEN SCHMIDT

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Die Hiobsbotschaft des geplanten Flottenabbaus bei Air Berlin betrifft auch den Flughafen Zürich. Neben Swiss und Edelweiss ist Air Berlin eine der Top-3-Airlines in Zürich Kloten. Der deutsche Carrier bedient aus der Schweiz Dutzende von Destinationen – die meisten davon ab Zürich. 26 Mal pro Woche fliegt Air Berlin beispielsweise direkt nach Mallorca.

«Air Berlin ist für den Flughafen Zürich sehr wichtig»

Die «Sueddeutsche Zeitung» hat heute vermeldet, dass bei Air Berlin ein rigoroser Sparplan bevorstehe (BLICK berichtete). Die Flotte könnte bis um die Hälfte zusammengestrichen werden. Rund 1000 Stellen könnten durch die Rosskur verloren gehen. 

Sollte die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft den Hub in Zürich aufgeben, hätte dies auch für die Flughafenbetreiberin Auswirkungen. «Air Berlin ist für den Flughafen Zürich sehr wichtig», sagt Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage. «Sie war im letzten Jahr gemessen an den Passagierzahlen nach der Swiss die Nummer zwei.»

Sollte Air Berlin den Zürcher Hub tatsächlich zur Disposition stellen, könnte die Lufthansa-Gruppe in die Bresche springen. Denn: Die Lufthansa-Tochter Swiss verfolgt das Geschehen um die Konkurrentin Air Berlin mit Argusaugen. «Generell sind wir an allen Slots interessiert, die in unsere Hauptabflugszeiten fallen und unseren täglichen Betrieb verbessern.»

Slots sind Zeitfenster, in denen ein Flieger starten oder landen darf. Beim Flughafen Zürich heisst es dazu: «Wir gehen davon aus, dass Strecken, für die eine entsprechende Nachfrage besteht, auch von Airlines bedient werden.»

Jets für Eurowings

Bereits im Vorfeld der Abbaupläne wurde in deutschen Medien darüber spekuliert, dass Lufthansa der Air Berlin Gruppe 40 Jets zur Miete abnehmen könnte. Diese würden dann im Auftrag der Lufthansa-Billigline Eurowings fliegen.

Air Berlin hat seit dem Börsengang im Jahr 2006 nur einmal einen Gewinn ausgewiesen. In den letzten drei Jahren hat die Airline einen Verlust von rund 1,2 Milliarden Euro eingeflogen.

Publiziert am 26.09.2016 | Aktualisiert am 18.01.2017
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14 Kommentare
  • Xaver  Perte 26.09.2016
    Oh, das ist kein Verlust für mich. Ich bin diese Jahr schon viel Kurzstrecke geflogen, meistens Swiss, oder Eurowings/Germanwings. Nur einmal hatte ich Airberlin erwischt. Nie wieder. zu Kurze Bestuhlung für alle über 180cm Grösse, man weiss einfach nicht wohin mit den Knien. Habe das beim Bodenpersonal reklamiert und wurde ziemlich unfreundlich abserviert. Beim Check-In und Boarding wird man wie Schlachtvieh behandelt. Nie wieder.
  • Egon  Waser , via Facebook 26.09.2016
    Endlich! Jetzt gibt es Platz für Easy Jet und der Flughafen ZH kommt endlich vom hohen Ross herunter!
  • Chris  Patton aus Biel
    26.09.2016
    War im Juli von Zürich nach Wien unterwegs, beim Rückflug musste ich mein mini Köfferchen (3.5kg) abgeben, Kostenpunkt €60.-. Der Mann am Schalter hat sich entschuldigt mit dem Satz "wir machen das so bis wir Konkurs sind" Von daher trauere ich denen gar nicht so nach.
    • Xaver  Perte 26.09.2016
      Habe ich auch schon erlebt und nur bei Airberlin. Kurz vor dem Boarding müssen alle Passagiere zum Handgepäckcheck antreten, wiegen und Grösse kontrollieren. Wer darüber liegt muss blechen. Das hatte man auch gleich beim Check-In machen können, reine Schikane. Es wundert mich nicht wenn die verlumpen.
  • Heinz  Both , via Facebook 26.09.2016
    Bei so einem schlechten Service kann man nur Verluste machen, ich trauer dieser Gesellschaft nicht nach, Kloten wird es überleben und es gibt weitaus bessere, die auch von Kloten abfliegen und den Namen Fluggesellschaft verdienen !!
  • Harry  Kant , via Facebook 26.09.2016
    Eigentlich wäre es ja das Beste was passieren kann. Zürich und Umgebung ist doch so lärmgeplagt, da wären die fehlenden Flugbewegungen ein Segen. Da sich so viele Zürcher am Fluglärm stören ist es sowieso fragwürdig den umweltbelastenden Flughafen weiter zu betreiben. Es wäre viel ruhiger in Zürich, auch viele Leute würden gehen was weniger Verkehr bedeutet, super Sache!!
    • Friedrich  Wöllhaf , via Facebook 26.09.2016
      herr kannt, müssen sie kein geldverdienen? alles was sie schlecht reden bringt Geld nach Zürich und umgebung