Massenentlassungen «sicher ein Mal pro Monat»

  • Aktualisiert am 13.01.2012

BERN – Rabenschwarze Prognose des Arbeitgeberverbands: Im kommenden Jahr wird es noch viel mehr Arbeitslose geben, als der Bund vermutet.

Die Arbeitslosenquote werde im kommenden Jahr auf 5,7 Prozent ansteigen, sagte Arbeitgeberverband-Direktor Thomas Daum zu «Le Matin». Das bedeutet, das im Jahr 2010 200‘000 Menschen in der Schweiz arbeitslos wären.

«Ich befürchte eine Quote, die mit 1997 vergleichbar ist», sagte Daum. Mit den vorausgesagten 5,7 Prozent schätzt der Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands die Lage dramatischer ein als das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Die Ökonomen des Bundes rechnen für 2010 mit einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent.

Daum rechnet in nächster Zeit mit weiteren Hiobsbotschaften aus der Unternehmenswelt. Fälle wie jene des Genfer Luxus- Uhrenherstellers Franck Muller, der bis Ende Monat die Hälfte des Personals entlassen muss, werde es «sicher ein Mal pro Monat» geben.

«Wir stehen aber nicht vor einer absoluten Katastrophe», relativierte Daum zugleich. Die Dauer der Krise sei indes nicht absehbar. (SDA/bih)

Leere Bürostühle: Es kommt noch schlimmer als erwartet.- Keystone

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