Marissa Mayer (41) muss bei Yahoo gehen Von 100 auf 0 in viereinhalb Jahren

SUNNYVALE, KALIFORNIEN (USA) - Der einstige Star am Tech-Himmel ist tief gefallen. Das Geschäftsjahr 2016 war für Yahoo ein Desaster. Jetzt muss Chefin Marissa Mayer (41) nach viereinhalb Jahren gehen.

Fall der Marissa Mayer: Yahoo stellt CEO nach Misserfolg frei play
Zwar ist sie jetzt arbeitslos, am Hungertuch muss Marissa Mayer trotzdem nicht nagen: Ihr Vermögen wird auf 300 Millionen Dollar geschätzt.  Reuters

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Keine Person beeinflusse stärker, wie die Menschen das Internet erleben als Marissa Mayer (41), schreibt die «Los Angeles Times». Das war 2011. Welch gute Zeiten waren das für Mayer. Als einer der führenden Köpfe, verantwortlich für den Aufstieg des Google-Konzerns, war sie damals einer der Stars am Tech-Himmel. Mitte 2012 wechselte sie viel umjubelt zu Yahoo, um den Konzern als CEO wieder an die Weltspitze zu führen. Aber das ging voll in die Hose. Nun ist sie ihren Job los!

Zwei Wochen Mutterschaftsurlaub

Von der Hoffnungsträgerin wurde sie innert viereinhalb Jahren zum Sündenbock. Zwei Dinge erregten besonderes Aufsehen: In die Zeit als Yahoo-Chefin fallen die Geburten ihrer Kinder, eines Sohns und der Zwillings-Töchter. Mayer war jeweils nach zwei Wochen wieder zurück im Büro. Für die einen wurde sie dadurch zur Supermama, für die anderen zur Rabenmutter.

 

Zweitens: 2016 lief für Yahoo dramatisch schlecht. Die Kernsparten des Konzerns, wie zum Beispiel E-Mail, wurden für lediglich 4,8 Milliarden Dollar an den Telekomanbieter Verizon verkauft. 16 Jahre zuvor war der gesamte Konzern noch 125 Milliarden wert gewesen – jetzt sind es noch 37 Milliarden Dollar.

Doch nicht einmal der Verizon-Deal ist mehr in trockenen Tüchern: Yahoo musste im Herbst zugeben, 2013 und 2014 Opfer von Hackern geworden zu sein, die Zugang zu einer halben beziehungsweise einer Milliarde Nutzerkonten gehabt hatten. Verizon hat nach den Hackerskandalen angekündigt, den Deal mit Yahoo nochmals gründlich zu prüfen.

55 Millionen Dollar Abfindung

Ganz ausgebrannt ist Yahoo aber doch nicht: Noch hält der Konzern einen 15-Prozent-Anteil am chinesischen Onlinegiganten Alibaba. Dieser und der Japan-Ableger von Yahoo werden nun unter dem Namen Altaba weitergeführt. Der Name Yahoo wird gestrichen – genauso wie Mayer auf der Lohnliste Yahoos.

Parallel zu Yahoo, so sieht es im Moment aus, ist also auch Mayer an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Was sie ein wenig trösten wird: Mit einem geschätzten Vermögen von 300 Millionen Dollar ist sie finanziell gut abgesichert – sie dürfte für ihren Abgang zudem eine Abfindung von rund 55 Millionen Dollar erhalten.

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert um 19:56 Uhr
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13 Kommentare
  • Remo  Albrecht aus Höri
    10.01.2017
    55 Mio. Abfindung? Eine Frechheit! Die Amis können ihren Lebensunterhalt/Krankenkassen nicht zahlen und eine Dame bekommt diese Abfindung. WO bleibt das der erboste Twitter des zukünftigen Erdogan der USA? Denke er wird sich nicht melden, sondern findet es als Multimillionär, der "sein" Land nach seinen Ansichten und Wünschen wie im Monopoly führen wird, noch voll "geil": Wieder eine Multimillionärin mehr in seinem Club.
    Wie lange muss das Volk noch gemolken zuschauen? Gottlob lebe ich in der CH
  • Katharina  Zebert , via Facebook 10.01.2017
    :-) 55 UND NICHT WENIGER - HEYA SUPER JOB ! Das Fussvolk ist echt geschockt über diese Abfindung. Tja... tja wir haben es glücklicher oder meine Lieben. No Stress und das Leben geniessen.. :-)
  • Koni  Kadir , via Facebook 10.01.2017
    Versager sind eher die, die so was schreiben. Sie ging nicht von 100 nach 0, sondern von 0 Millionen nach 100 !!!
  • Beat  Schenker aus Lugano
    10.01.2017
    Wenn ich mich richtig erinnere war Yahoo Überlebenschange damals schon sehr schlecht Eingestuft. Glaube man muss es sogar als eine Leistung bewerten das es Marissa Mayer bis heute geschaft hat.
  • Xaver  Perte 10.01.2017
    Für so viel Geld hätte ich auch den Versager gemacht. Nie mehr im Leben einen Finger krumm machen.

    Nein, im Ernst, dass sie Google an die Spitze gebracht hat stimmte einfach nicht , das waren die vielen Mitarbeiter, sie ist einfach beim abholen der Lorbeeren vorne gestanden.

    Ich hatte mir schon immer gedacht, so hoch wie die gejubelt wird kann gar niemand sein.

    • Beat  Steiner aus Zug
      11.01.2017
      Ihnen ist aber sicher klar, dass hier von Yahoo und nicht von Google gesprochen wird.
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