Maler und Gipser müssen sich weiter gedulden: Frührente mit 63 kommt (noch) nicht

14'500 Gipser und Maler werden auch künftig erst mit 65 Jahren pensioniert. Die Delegierten des Maler- und Gipserverbandes konnten sich nicht auf eine Frühpensionierung einigen.

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Aus der Traum von der Frührente: Maler und Gipser müssen vorderhand bis 65 arbeiten. Keystone

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Die Maler- und Gipsermeister spielen auf Zeit: Die 95 Delegierten des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbandes (SMGV) haben sich heute in Cham ZG nicht auf einen neuen GAV und die Frühpensionierung mit 63 einigen können. Sie haben das brisante Geschäft auf Anfang Mai verschoben. Stattdessen haben sie noch einmal intensiv über Vor- und Nachteile diskutiert.

Lehnen die Delegierten den neuen GAV und die Frührente auch dann ab, ist die Branche ab dem 1. Juni in einem vertragslosen Zustand. «Das müssen wir unbedingt verhindern», sagt SMGV-Direktor Peter Baeriswyl (58) zu BLICK. «Ich bin optimistisch, dass der GAV und die Frührente am 3. Mai angenommen werden», sagt er. Bis dann hätten die Delegierten Zeit, ihre Leute in den Regionalverbänden zu überzeugen.

Vernunft walten lassen

«Wir bedauern, dass die Delegierten nicht schon heute Ja gesagt haben zur Frühpensionierung», sagt Bruna Campanello (40), nationale Branchenleiterin Maler und Gipser bei der Gewerkschaft Unia. Man müsse nun Vernunft walten lassen.

«Es ist nicht der Moment für eine ideologische Auseinandersetzung über das Rentenalter», sagt sie. Es gehe um die Zukunft der Branche und die Gesundheit der Mitarbeiter. «Es wäre wichtig, wenn nicht immer nur über Lohndumping gesprochen würde, sondern über fortschrittliche Arbeitsbedingungen.»

Ab 60 das Pensum reduzieren

Maler und Gipser sollen künftig die Wahl haben, ab 60 ihre Arbeitszeit um mindestens 20 Prozent reduzieren zu können. Oder mit 63 in Frührente zu gehen und bis zur regulären Pensionierung mit 65 eine Überbrückungsrente von rund 70 Prozent zu beziehen. Voraussetzung: Sie müssen 15 Jahre in der Branche und die letzten sieben ohne Unterbruch in einem Maler- oder Gipserbetrieb gearbeitet haben.

Finanziert wird die Frühpensionierung aus einem Fonds, in den Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen einzahlen. Die Regelung soll am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Die ersten Büezer profitieren ab 2018 davon, wenn genug Geld in der Fondskasse ist.

Publiziert am 16.03.2016 | Aktualisiert am 03.05.2016
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2 Kommentare
  • Rodolfo  Carlin aus Zuchwil
    17.03.2016
    Auch die Lagerarbeiter in den Tiefkühllagern hätten es dringend nötig!!
  • Willi  Meier aus Saland
    16.03.2016
    Das wäre höchste Zeit,dass sich diese Berufsgattungen mit 62-63 pensionieren lassen können.Dazu zähle ich auch Plattenleger,Bauarbeiter etc.Das Geld wäre schon da-nur lassen es die,welche es haben nicht los.