Musikstreit Macht Pink Floyd iTunes kaputt?

  • Publiziert: 11.03.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

LONDON – Pink Floyd hat vor Gericht einen Rechtsstreit gewonnen. Jetzt dürfen keine einzelnen Songs der Band mehr verkauft werden. Nur noch komplette Alben.

Pink Floyd hat vor Gericht gegen den Musikkonzern EMI gewonnen: Der Musikkonzern darf in Zukunft die Musik der Rock-Dinos nur noch als ganze Alben verkaufen. Einzelne Songs auf iTunes runterladen? Verboten!

Die Rock-Opas beriefen sich auf einen Vertrag mit EMI, in dem dies geregelt worden war, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet. Abgeschlossen wurde der Vertrag aber Jahre bevor der Musik-Download via Internet und iTunes in Mode kam.

Das Argument von Pink Floyd: Auf Alben wie «Dark Side of the Moon» oder «The Wall» seien die Songs nahtlos arrangiert. Wenn man sie per Download auseinanderreisse, gehe diese Komposition verloren.

Wenn sich dieses Modell durchsetzt, steht iTunes vor einem riesigen Problem. Denn der Erfolg des Online-Musikshops von Apple basiert genau auf dieser Neuerung: Die Kunden können nur die Stücke kaufen, die sie mögen.

So lange dieses Einzel-Song-Verbot nur für Pink Floyd gilt, schneidet sich aber die Band vor allem ins eigene Fleisch: Ein ganzes Album bei iTunes kostet 15 Franken. Ein einzelner Song 1.50 Franken. Da zögert der Kunde.

EMI muss jetzt die Prozesskosten übernehmen. Und überlegt sich, den Entscheid des Gerichts anzufechten. (pft)

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