Luftverkehr Eurowings-Streik wird auf Germanwings ausgeweitet

Frankfurt – Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo weitet ihren für Donnerstag geplanten Streik bei Eurowings auf die grössere Schwestergesellschaft Germanwings aus. Damit ist fast das gesamte Europanetz der Lufthansa-Billig-Plattform Eurowings von Ausfällen und Verspätungen bedroht.

Streik bei Eurowings und Germanwings: Ausfälle und Verspätungen play
Bei Germanwings und Eurowings streiken am Donnerstag die Flugbegleiter. (Archiv) Keystone/AP/MARTIN MEISSNER

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Wie bei der Eurowings GmbH mit den Standorten Hamburg und Düsseldorf seien auch die Flugbegleiter der Germanwings zu einem ganztägigen Streik aufgerufen, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit. Betroffen sind die Flughäfen Düsseldorf, Köln, Dortmund, Hannover, Stuttgart, Berlin und Hamburg.

Germanwings betreibt für die Plattform 58 Flugzeuge, die Eurowings bringt es auf 23 Jets. Zusätzlich sind noch ein knappes Dutzend Flugzeuge dazu gemietet, bei einer österreichischen Gesellschaft registriert oder auf der Langstrecke eingesetzt. Diese können nicht bestreikt werden.

Es ist fraglich, wie viele der derzeit rund 400 Flugbegleiter Ufo tatsächlich zu einem Streik bewegen kann, da auch die Konkurrenzgewerkschaft Verdi in der Belegschaft stark vertreten ist.

Die Airline hat ihren Gästen kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten, falls ihr Flug betroffen sein sollte.

Bei der Germanwings seien die Tarifverhandlungen für Teilzeitregelungen der Flugbegleiter gescheitert, teilte die Gewerkschaft mit. «Auf unser Forderungspaket wurde nicht eingegangen, mehrere Termine fielen ersatzlos aus und das »Angebot« zu Teilzeiten lässt eine Entlastung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht zu.Daher bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Interessen im Rahmen eines Arbeitskampfes durchzusetzen», sagte Ufo-Verhandlungsführerin Sylvia De la Cruz.

Zwischen Ufo und Eurowings köchelt der Konflikt bereits seit drei Jahren. Im Kern geht es um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Flugbegleiter.

«Wir bedauern es sehr, dass es zu dieser Eskalation kommen musste. Die Verhandlungen sind jedoch an einen Punkt gekommen, an dem es zu einem Streik keine Alternative gibt. Besonders bei unseren Gästen möchten wir uns bereits jetzt für die entstehenden Unannehmlichkeiten entschuldigen», erklärte der Ufo-Tarif-Vorstand Nicoley Baublies. (SDA)

Publiziert am 26.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
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