Jetzt wird's ernst Lufthansa-Streik beginnt am Freitag

  • Publiziert: 29.08.2012, Aktualisiert: 30.08.2012
play Ein Bild aus vergangenen Tagen könnte bald wieder aktuell werden: Flugbegleiter während dem Streik von 2009 (Keystone)

ZÜRICH - Das Kabinenpersonal der deutschen Airline streikt nun definitiv. Offen ist, an wie vielen Flughäfen der Arbeitskampf ausgetragen wird. Die Auswirkungen für die Schweiz sind noch unklar.

Nun ist es offiziell. Ab morgen Freitag streiken die Lufthansa-Flugbegleiter. Das schreibt die Unabhängige Flugbegleiter-Organisation (UFO) auf ihrer Webseite. Welche Flughäfen von der Streikaktion betroffen sind, will die Gewerkschaft UFO erst kurz vor Streikbeginn bekannt geben.

UFO stellt sich offenbar auf einen längeren Streik ein: « Es kann sein, dass dieser Arbeitskampf noch sehr lange andauern wird.»

In der Nacht auf Dienstag sind die Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und UFO in der Nacht auf Dienstag gescheitert.

Auswirkungen auf die Schweiz

Ein allfälliger Streik hätte auch Folgen für die Lufthansa-Passagiere am Flughafen Zürich. 36 Flüge von und nach Deutschland wickelt die Airline täglich in Zürich-Kloten ab. Insgesamt 7 Verbindungen betreffen das Drehkreuz Frankfurt.

Die Streiks erstrecken sich aber nicht auf die Lufthansa-Töchter und somit auch nicht auf die Swiss. Die Schweizer Airline rechnet deshalb nur mit marginalen Auswirkungen auf den eigenen Flugbetrieb.

«Unsere Flüge werden im Streikfall regulär und gemäss LX-Flugplan weiter geflogen», sagt Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann. Allfällig betroffene Codeshare Passagiere würden bestmöglich betreut und umgebucht werden.

Flugpersonal streikt nicht zum ersten Mal

Immer wieder kommt es zu Streiks in der deutschen Flugbranche. Zuletzt legte Anfang Jahr das Bodenpersonal des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport seine Arbeit nieder. Die Swiss musste damals mehrere Verbindungen streichen.

Vor zwei Jahren streikten die Lufthansa-Piloten einen Tag lang. Hunderte von Flügen fielen aus. Die Swiss sprang in die Bresche und erhöhte ihre Flugkapazitäten um gut 20 Prozent.

2009 führten die Stewards und Stewardessen der Lufthansa zum letzten Mal kleinere Warnstreikaktionen durch. (SDA/cst)

Alle Kommentare (1)

  • Markus  Sommer , Riehen
    Ihr solltet Euch schämen, vor allem diejenigen mit einem Streik zu schikanieren, die letzendlich Euere Gehälte bezahlen, nämlich die Fluggäste!

    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und das zählt für beide Seiten, die Gewerkschaft und die Lufthansa.

    Daher die Aufforderung, setzt Euch wieder an einen Tisch und verhandelt ohne zu streiken.

    In Moment formiert sich eine unabhängige Gruppe von Fluggästen, die bei der Gewerkschaft und jedem einzelnen der Streikt Schadenersatz fordern wird. Und gemäss Gesetz ist es sehr wahrscheinlich, dass sämtliche Gerichte diesen Klagen zustimmen werden.

    Also nochmals, lasst das streiken, denn da gibt es auf allen Seiten nur Verlierer und vor allem die Fluggäste leiden und wandern zu anderen Fluggesellschaften ab. Es sei denn Ihr wollt den eigenen Arbeitgeber schwächen und verhinder, dass dieser Euren Lohn auch in Zukunft bezahlen kann
    • 30.08.2012
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