Lohnrunde 2017 im Detailhandel Coop zahlt 0,5 Prozent mehr Lohn

Als erster grosser Arbeitgeber tritt Coop zur Lohnrunde 2017 an. Trotz mehr Lohn für Coop-Angestellte sind die Gewerkschaften unzufrieden.

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Coop zahlt 0,5 Prozent mehr Lohn. Keystone

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Mehr Lohn im Sack und dennoch unzufriedene Gewerkschaften: Das ist das Resultat der Lohnrunde bei Coop. Der Grossverteiler aus Basel erhöht die Lohnsumme nächstes Jahr um 0,5 Prozent. Damit liegt er unter den Forderungen der Gewerkschaften. Syna spricht von einer «bescheidenen» Lohnerhöhung, 0,5 Prozent sei zu wenig.

Grund für die Kritik: Coop schüttet die höhere Salärsumme individuell aus. Das war letztes Jahr schon der Fall, nach vielen Jahren Lohnerhöhungen für alle. «Der Trend zu tiefen Lohnerhöhungen mit rein individueller Verteilung setzt sich bei Coop um ein weiteres Jahr fort», moniert die Syna. Dieser Trend sei «gefährlich». Anfang dieses Jahres seien lediglich die tiefsten Mindestlöhne um 50 Franken angehoben worden, um mit der Migros gleichzuziehen, so die Gewerkschaft weiter.

Generelle Lohnerhöhung

Auch die Unia forderte eine generelle Lohnerhöhung für die Coop-Angestellten. Alle, besonders aber Mitarbeitende mit tiefen und mittleren Einkommen, seien etwa von steigenden Krankenkassenprämien betroffen. «Denn nur mit einer generellen Lohnerhöhung kann verhindert werden, dass die Kaufkraft der Beschäftigten im Detailhandel sinkt», schreibt die Unia in einer Mitteilung.

Coop weist die Kritik zurück: Das wirtschaftliche Umfeld sei anspruchsvoll. «Coop bezahlt ausserdem zwei Drittel der Pensionskassenbeiträge und die Mitarbeitenden bezahlen nur einen Drittel», heisst es beim Grossverteiler. Das mache eine nicht unbeträchtliche Summe aus, welche die Coop-Mitarbeitenden einsparen können.

Bei der Migros sind die Lohnverhandlungen offenbar noch im Gang. Zumindest weiss man noch nichts über die Lohnrunde 2017 des orangen Riesens. 

Publiziert am 27.10.2016 | Aktualisiert am 28.10.2016
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  • Mike  Marti 28.10.2016
    Was viele nicht bedenken. Ein Mitarbeiter kostet dann nicht nur seinen Lohn. In der Regel kostet ein Mitarbeiter das Doppelte vom Lohn, auch Staat und Ämter, Versicherungen kassieren dick ab. Kriegen alle 3.- mehr Lohn im Monat, wird dies mit Kündigungen anderer Kompensiert. Die Zukunft wird härter, wenn in 20 Jahren nach der automatisierung jeder ein Job haben muss, weil es kein Grundeinkommen gibt, werden wir alle für 1000.- Arbeiten gehen müssen. Die Preise können nicht weiter erhöht werden.
  • Wilhelm  Hess 28.10.2016
    Die wo nach mehr Lohn schreien sind sicher auch die gleichen wo in das liebe Ausland einkaufen gehen. So geht es natürlich nicht.Doch der Mensch kann leider den Hals nicht voll genug bekommen.
  • Paul  Schaller aus Salto
    27.10.2016
    Wau! Ich glaube es kaum. Das macht pro 1000Fr. lohn ja gerade mal 50 Rp. Ich wiederhole mich Fuenfzig Rappen pro Monat.
    • Dieter  Neth aus Trimbach
      27.10.2016
      1 Prozent von 1000 Fr sind aber 10 Fr. Ein halbes Prozent - 5 Fr. Ich hoffe, Sie stehen nicht beim Coop an der Kasse! Immerhin 260 Fr pro Jahr, wenn man von 4000 Fr Lohn für einen Lehrabgänger im Detailhandel ausgehen will. 13 x. Reicht grad um die Krankenkasse einen Monat zu bezahlen. Hab die neue Police bereits abgeschlossen. Da kann man durchaus sparen, grad bei den Chichi-Zusätzen, wo ein Schweizer halt nur ungern verzichtet.
  • Eron  Thiersen 27.10.2016
    Das kann sich Coop auch leisten; bsp. Gerber Fondue 800g Preis 2016 14.80 ... und 2015 12.40 - 12.80, in Aktionen zum Teil für 9.80 erhältlich!
    Soviel zum Thema wir senken die Preise!
  • David  Zerzuben aus Sion
    27.10.2016
    0,5 Prozent ? Wow, der absolute Wahnsinn!