Lohnerhöhungen 2017 Büezer sind schon wieder die Dummen!

BERN - Travailsuisse ist nicht zufrieden mit den Löhnen 2017. Insbesondere in der Industrie und im Gewerbe gibt es für viele Büezer keinen Rappen mehr. Zudem kritisieren die Gewerkschafter die individuellen Lohnerhöhungen als willkürlich.

Vor allem in der Industrie müssen viele Büezer auf eine Lohnerhöhung verzichten. play
Vor allem in der Industrie müssen viele Büezer auf eine Lohnerhöhung verzichten. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Keinen einzigen Passagier befördert Uber-Heli floppt am WEF
2 Schweizer Homepage sagt es voraus So soll das iPhone 8 aussehen
3 Sein Sohn starb 2015 Biden spricht am WEF über den Kampf gegen Krebs

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
5 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

Travailsuisse, die Dachorganisation der Arbeitnehmenden, die 150’000 Angestellte vertritt, ist nur mässig zufrieden mit der Lohnrunde 2017. Der Grund: In Industrie und Gewerbe erhalten viele Angestellte gar keine Lohnerhöhung – zum dritten Mal in Folge. In anderen Branchen gibts zwischen einem halben und einem ganzen Prozent mehr.

Das tönt auf dem Papier zwar gut, doch die Millionen unbezahlten Überstunden heben die Erhöhung auf, sagt die Gewerkschaft Syna.

Nach 4 Minuten ist Lohnerhöhung weg

Konkret: Frau Meier verdient 5000 Franken und muss dafür 42 Stunden pro Woche arbeiten. Die Lohnerhöhung beträgt 40 Franken oder 0,8 Prozent. Schon mit vier Minuten unbezahlten Überstunden pro Tag ist die Lohnerhöhung wieder aufgehoben. «Zudem steigen die Mieten und die Krankenkassen», sagt Arno Kerst.

Der Syna-Präsident ist denn auch unzufrieden mit den ausgehandelten Lohnerhöhungen. «Das solide Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent im nächsten Jahr hätte Raum geschafft für Lohnerhöhungen auf breiter Front», sagt er. «Und doch gibt es in vielen Branchen und Firmen wieder Nullrunden!»

Individuelle Lohnerhöhungen kritisiert

Travailsuisse kritisiert zudem, dass die Mehrheit der Lohnerhöhungen individuell verteilt werden. «Das ist intransparent und bis zu einem gewissen Grad willkürlich», heisst es in einer Mitteilung. «Längst nicht alle Mitarbeiter profitieren von den positiven Geschäftsergebnissen.»

Die Zeit wäre laut den Gewerkschaftern reif gewesen für ein deutliches Zeichen an der Lohn-Front. Denn: «Die Schweizer Wirtschaft hat sich weitgehend vom Frankenschock erholt. Zudem wird ein solides BIP-Wachstum prognostiziert», heisst es. 

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 12.01.2017
teilen
teilen
5 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

23 Kommentare
  • Bruno  Waldvogel aus Interlaken
    20.12.2016
    Auch ich geniesse im 2017 den auf den Franken genau gleichen Lohn wie 2016.
    Gehn wir nur des Lohnes wegen,statt mit Freuden arbeiten?
    Wichtig ist doch,wir haben noch einen Job.
    Siehe Beitrag:Innerlich gekündigt!
  • roland  rohrbach aus Binningen
    19.12.2016
    Die Individuelle Lohnerhöhung ist einfach nicht Transparent und würdigt nicht die Leistung sondern es wird nach Emotionen, Gedankengut und Sympathie vollzogen! Die Gewerkschaften sind selber schuld man hat ihnen alles aus der Hand genommen wie Teuerungsausgleich und das alte Lohnsystem mit generellen Lohnanteil. Dazu haben Sie noch der Wirtschaft den Weg frei gemacht mit der PFZ! Alle die damals ja gestimmt haben und jetzt durch ein PFZ ersetzt wurden können sich jetzt darüber Gedanken machen.
  • bernhard  jenni aus spreitenbach
    19.12.2016
    Logo. Wir sind seit Jahren die DUMMEN... das wird sich auch nicht ändern...
  • Urs  Hagen 19.12.2016
    Ohne Preis keinen Fleiss, am Schluss bleibt eh nichts übrig warum also mehr verdienen. Lohn zurückschrauben und billiger leben. Noch besser, mehrere Jobs als nur einen 100 Prozent Job. Alternative Produkte suchen die weniger kosten, in grenznahe Gebiete umziehen, im Ausland einkaufen. Im Internet international Preise vergleichen.
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    19.12.2016
    bornierte Linke werden nie verstehen, dass Löhne von ihren Kunden finanziert werden. Sie behaupten sie dass die Chefs, die das Geld verteilen zuviel von diesem Geld erhalten, da sie den Chef sowieso für dumm halten, oder? Drum machte die Minder Initiative durchaus Sinn. Wenn man wollte, könnte man dem Rechnung tragen, indem Löhne erfolgsabhängig ausbezahlt werden. Mancherorts wird das schon teilweise so gemacht. Und bei Selbstständig Erwerbenden ist dies ohnehin von Anfang an klar.