Lohndumping auf Bahn-Baustelle SBB sehen sich nicht in Verantwortung

MASSONGEX - Mehrere Büezer sollen auf einer Baustelle der SBB im Wallis mies bezahlt worden sein. Jetzt blockieren sie die Arbeiten an der Brücke bei Massongex. Die SBB weisen die Verantwortung von sich.

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Die Unia blockiert die Baustelle. KEYSTONE/Cyril Zingaro

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Die Bauarbeiten an einer SBB-Brücke in Massongex (VS) stehen still. 34 Millionen Franken kostet das Projekt – doch Büezer sollen mit Hungerlöhnen abgespeist worden sein. Zehn Schweisser blockieren unterstützt von der Gewerkschaft Unia die Arbeiten an einer Eisenbahnbrücke. Mit der Protestaktion fordern die Arbeiter Lohnnachzahlung – der Mindestlohn liegt bei 25 Franken.

Ihr Gehalt liegt weit darunter: 12 Euro, 13 Euro, einmal sogar nur 11 Euro pro Stunde. Dies listen die zehn Bosnier in einem Dokument auf, das BLICK vorliegt. Schriftliche Arbeitsverträge haben sie laut der Gewerkschaft Unia keine.

Die Arbeiter sind laut Unia bei mehreren slowenischen Subunternehmen angestellt, die für den Generalunternehmer der SBB-Baustelle «Zwahlen & Mayr SA» arbeiten. Die Firma erklärt auf Anfrage zum mutmasslichen Lohndumping von Subunternehmern: «Wir arbeiten daran – kein Kommentar.»

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Die SBB nimmt sich selbst aus der Verantwortung für die eigene Baustelle. Es handle sich um einen «Konflikt zwischen Generalunternehmer und der Unia», erklärt ein Pressesprecher gegenüber BLICK. «Wir hoffen, dass es schnell zu einer Lösung kommt, damit die Baustelle weiterläuft.»

Die Gewerkschaftsvertreter wollen sich noch am Montag mit der Direktion des beschuldigten Unternehmens treffen.

Publiziert am 15.02.2016 | Aktualisiert am 16.02.2016
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5 Kommentare
  • Edi  Rey aus Romanshorn
    16.02.2016
    Natürlich schleichen sich wieder alle aus der Verantworrung, besonders auch die SBB. Das System ist eben so angelegt, dass jeder den anderen beschuldigen und sich selbst frei sprechen kann. Unser Parlament scheint nicht daran interessiert zu sein, wirkliche Aendeungen in die Wege zu leiten.
  • Levin  Nagy , via Facebook 15.02.2016
    Klar,Herr Meyer ,nur so weiter.."service publik & Sklaverei für 3.50/Stunde.."
  • Max  Müller 15.02.2016
    Typisch SBB. Sie sind nie schuld. Sie machen es sich zu einfach mit dem Generalunternehmer. Die SBB müssten im Vertrag mit dem GU die Vertragsklausel einbauen, dass keine Dumpinglöhne bezahlt werden dürfen! Die SBB haben gar kein Interesse. Das ist die heutige Zeit.
  • Heinz  Both , via Facebook 15.02.2016
    Klar da werden Arbeiten abgegeben und schon kümmert das niemand mehr, passiert leider überall, aber die SBB ist wohl dafür verantwortlich, schliesslich ist dies immer noch ein Bundesbetrieb und verprasst das Volksgeld. Aber wenn es nicht um ihre eigenen Teppichlatschen geht, zieht sich dieser Betrieb immer wieder in der Vergangenheit aus ihrer Verantwortung !!!!
  • John  Snow 15.02.2016
    alle wissen davon, aber niemand will die verantwortung übernehmen, kein wunder, es ist genau wie die steuer hinterziehung, mann baut einen kette von subunterneher, so kann mann immer dumm spielen und die verantwortung an andere subunternehmer weiter verschieben