Löcher für Transparent gebohrt! Atom-Aufsicht zeigt Greenpeace an

Die Schweizer Atomaufsicht Ensi reicht zwei Anzeigen wegen Bohrlöchern ein. Eine gegen Greenpeace und eine gegen das AKW Leibstadt.

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Auf ihrer Website schreibt die Atomaufsichtsbehörde Ensi, dass sie «am Dienstag in zwei Fällen bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige eingereicht» habe.

In beiden Fällen geht es um Bohrlöcher in Atomkraftwerken.

Fall 1: Am 5. März 2014 haben Greenpeace-Aktivisten das Gelände des AKW Beznau gestürmt, das Reaktorgebäude bestiegen und dort Löcher ins Sekundär-Containment, die äussere Schutzhülle, gebohrt. Daran haben sie ein Transparent aufgehängt, um für eine Abschaltung der Schweizer AKWs zu demonstrieren.

Fall 2: Im AKW Leibstadt wurden vor sechs Jahren Löcher ins Primär-Containment, die innerste Schutzhülle, gebohrt. Entdeckt wurden sie erst diesen Juni. Schuld war ein schlecht ausgebildeter Service-Monteur, der daran zwei Feuerlöscher aufhängte.

Das Ensi hat nun genug von Bohrlöchern in Schweizer AKWs und zerrt Greenpeace und die Leibstadt-Betreiber vor Gericht.

In beiden Fällen handle es sich zwar um Vorkommnisse von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung, aber: «Für das Ensi haben sich bei den Vorgängen in Leibstadt und Beznau jedoch Anhaltspunkte ergeben, dass die Strafbestimmungen des Kernenergiegesetzes verletzt worden sein könnten.»

Ensi-Direktor Hans Wanner schreibt: «Wir sind nach gründlicher Abwägung zum Schluss gekommen, dass wir deshalb verpflichtet sind, die Fälle Benznau und Leibstadt zur Anzeige zu bringen.»

Publiziert am 06.11.2014 | Aktualisiert am 06.11.2014
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