Leuthard fordert Taten Taxi-Dienst Uber ist für ÖV-Branche eine Gefahr

Weil es in der Schweiz zu viele ÖV-Systeme gibt, könnte die Branche den digitalen Anschluss verpassen. Konkurrenz sieht Verkehrsministerin Doris Leuthard beim Taxi-Dienst Uber.

EIDG. ABSTIMMUNG, EIDGENOESSISCHE ABSTIMMUNG, VOTATION FEDERALE, play
Doris Leuthard fordert von den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs, dass diese eine gemeinsame Plattform für Tickets und Reservationen entwickeln. ANTHONY ANEX

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Die SBB wollen sich für die Zukunft fit sparen. Mit dem «Railfit»-Sparprogramm fallen 1400 Stellen weg. Doch trotz Sparbemühungen könnten die Bundesbahnen und andere ÖV-Unternehmen den digitalen Zug in die Zukunft verpassen. «Wir gehören im Mobilitätsbereich nicht zu den weltweiten Topunternehmen», warnt Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP) zu SRF News.

«Reservations-System nicht mehr zeitgemäss»

Gründe dafür nennt die Bundesrätin gleich selbst: «Unser Reservationssystem mit gelben Zetteln ist nicht mehr zeitgemäss.» Sitzplatzreservationen können heute online erfolgen.

Noch viel gravierender aber seien die verschiedenen Tarifregionen. Diese überforderten viele Kunden. «Die ÖV-Unternehmen müssen eine Plattform entwickeln. Das ist ein Gebot der Zeit.»

Das ist eine deutliche Ansage der Verkehrsministerien an die Transportunternehmen der Schweiz. So schaffen es die SBB und der ZVV auch ein Jahr nach der Lancierung des Swisspass immer noch nicht, Steckenabonnemente des grössten Pendlergebiets auf dem Swisspass einzubinden. Als Grund werden Systemprobleme und die Eigenständigkeit der Betriebe genannt, die gebietsweise in Konkurrenz zueinander stehen. 

Ausland ist schon viel weiter

Dieses Argument lässt die Verkehrsministerin nicht gelten: «Eine Plattform zu entwickeln, auf der sich die Daten befinden, stellt ja keine Konkurrenzsituation dar.»

Viele europäische Städte seinen punkto Kundenfreundlichkeit und Kompatibilität schon viel weiter als die Schweiz. Die wahre Konkurrenz, wie etwa Uber, schlafe nicht. Leuthards Aufruf an die ÖV-Branche: «Macht es! Wartet nicht ab.» (hoa)

Publiziert am 30.09.2016 | Aktualisiert am 05.01.2017
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9 Kommentare
  • Christian  Kronenberg aus Therwil
    05.01.2017
    Uber gehört lieber heute als morgen gänzlich verboten wie in vielen Ländern bis diese Firma alle gesetzlichen Bestimmungen für gewerbsmässigen Personentransport erfüllen. Je länger Uber wursteln darf, je grösser wird der Schaden sein für die Taxibetrieben. Uber ist so klar ilegal und somit machen sich auch Fahrer (Schwarzarbeit) strafbar und riskieren bei einer Polizeikontrolle den Führerausweisentzug. Schlussendlich müssen wir ALLE die Zeche sehr teuer bezahlen.
  • Reto  Berger aus Zürich
    09.10.2016
    Ja das ist unsere liebe Frau BR Doris. Gebühren, Abgaben, Preise erhöhen kann sie. Snst hat sie und ihr Angestellten Heer keine Ideen. Und mischt mal jemand den Markt auf, soll es verboten werden.
  • Bernhard  Voolken 01.10.2016
    Frau Leuthard ist seit x Jahren in führenden Positionen der Legislative und Exekutive mitverantwortlich für die Geschicke unseres Landes. Davon seit mehreren Jahren als Chefin des UVEK! Und sie beklagt sich, dass unser Transportsystem nicht -international gesehen- top ist. Nun ja, Frau Leuthard, vielleicht liegt es ja auch daran, dass auch die politische Führung nicht top ist?!
  • Roger  Frey aus Gelterkinden
    01.10.2016
    Endlich sieht Frau Leuthard ein das Uber verboten gehört. Die angeführten Gründe sind egal, Tatsache ist doch das die Uber sehr wahrscheinlich Schwarzarbeit verrichten, somit keine Steuer, keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Zudem erfüllen die Fahrer wahrscheinlich keine der Gesetzlichen Bestimmungen der gewerblichen Personenbeförderung, die Autos wahrscheinlich auch nicht. Deshalb ist Uber auch in denn meisten europäischen Staaten verboten.
  •   Charles Bornand aus Zürich
    01.10.2016
    Klar, Uber verbieten oder einschränken, damit sich der VR und das Kader der SBB noch mehr bereichern können!