Post-Puff Leuenberger verteidigt König Béglé

  • Publiziert: 23.12.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BERN – Postminister Moritz Leuenberger steht auch nach zwei wichtigen Abgängen an der Spitze der Post hinter Verwaltungsratspräsident Claude Béglé.

Der zurückgetretene Verwaltungsrat Rudolf Hug erntet Kritik vom Bundesrat. Hug habe bewusst Öl ins Feuer gegossen und die öffentliche Polemik gesucht, sagte Leuenberger in der Sendung «Rendez-vous» des Schweizer Radios. Hug habe genau gewusst, dass er wegen Amtszeitbeschränkung in Kürze automatisch aus dem Verwaltungsrat hätte ausscheiden müssen.

Positive Worte fand Postminister Leuenberger hingegen für Claude Béglé. Der neue Verwaltungsratspräsident habe einen neuen Führungsstil und eine neue Art der Kommunikation. Béglé stelle seine Ideen öffentlich zur Diskussion, was eigentlich gar nicht schlecht sei.

Post soll keine Weltfirma werden

Béglés Ideen würden nicht gleich alle umgesetzt, schliesslich entscheide der Bundesrat als letzte Instanz über die Strategie der Post. Er, Leuenberger, sei zwar nicht einverstanden, dass die Post eine Weltfirma wie Nestlé werden müsse, aber man dürfe zumindest darüber diskutieren.

Die Post sei jetzt schon im Ausland tätig. Ein Fünftel des Umsatzes werde im Ausland generiert und er könne sich vorstellen, dass dieses Engagement noch ausgebaut werde, sagte Leuenberger weiter.

Mitarbeiter brauchen jetzt Ruhe

Er erwarte, dass nun Ruhe einkehre. Den Mitarbeitern der Post nütze es nichts, wenn die Post im Rahmen von persönlichen Machtkämpfen Gegenstand von öffentlichen Diskussionen werden.

Vergangene Woche hatte Post-Chef Michel Kunz seinen Hut nehmen müssen. Grund war ein Streit mit Béglé über Strategie und Führung des Unternehmens. (SDA/dip)

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