Leitzins sinkt weiter – Angst um CS und UBS

  • Publiziert: 11.12.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

ZÜRICH – Die Nationalbank befürchtet weitere Verluste bei den Grossbanken. Die können nach der heutigen Zinssenkung schon fast gratis Geld ausleihen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) öffnet die Geldschleusen und senkt den Leitzins erneut um 0,5 Prozentpunkte. Die heutige Reduktion ist schon die vierte innerhalb von drei Monaten. Hintergrund der Massnahme: Düstere Prognosen für die Schweizer Wirtschaft.

SNB-Vizepräsident Philipp Hildebrand schliesst sogar weitere Verluste bei den Grussbanken UBS und CS nicht aus: Die Nationalbank wolle die Situation zusammen mit der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) und dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) «genau verfolgen», sagte Hildebrand heute.

Rezession wird mindestens ein Jahr dauern

Ausserdem erwartet die SNB für 2009 ein «negatives Wachstum», und dies nicht nur für die ersten zwei Quartale, sondern für das ganze kommende Jahr. SNB-Chef Jean- Pierre Roth sprach aber nicht von einer Kreditklemme bei den Banken.

Er stützt sich dabei auf eine Umfrage bei den 20 wichtigsten Banken der Schweiz: «Nur etwa 15 Prozent der Banken räumen eine leicht restriktivere Praxis ein.»

Die Folgen der Finanzkrise würden die Realwirtschaft aber erheblich treffen. Optimistisch äussert sich Roth zum Konsum: Er werde weiter steigen, aber verlangsamt.
(SDA)

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