Ladenhüter auf Social-Media: Coop will jetzt doch auf Facebook sein

BASEL - In den sozialen Netzwerken galoppiert die Konkurrenz dem Detailhändler Coop davon. Um wieder Boden gut zu machen, hat das Unternehmen jetzt einen Internet-Crack angestellt. Der hatte die Swiss in der Social Community zu Höhenflügen verholfen.

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Will plötzlich auch in den Sozialen Medien abheben – Coop-Chef Joos Sutter KEYSTONE/PATRIK STRAUB

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Wer die Coop-Seite auf Facebook sucht, wird enttäuscht: Der Basler Detailhändler hat nämlich keine. Das könnte sich bald ändern. Denn im Dezember hat das Unternehmen einen Social-Media-Verantwortlichen angeheuert. Und nicht irgendeinen:Christian Lüdi.

Lüdi leistete «Grossartiges» bei der Swiss

Der 35-Jährige ist in der noch jungen Szene ein alter Hase. Gemäss der «Handelszeitung» hat er bereits 2009 die Social Media-Abteilung der Swiss aufgebaut. Die Airline selbst spricht gegenüber BLICK von einer «grossartigen Leistung». Heute hat die Swiss 750’000 Facebook-Likes und 154’000 Twitter-Follower. Von solchen Zahlen können die meisten Schweizer Unternehmen nur träumen. Allen voran Coop.

Der Detailhändler scheint endlich erkannt zu haben, dass die Konkurrenz bei der digitalen Kundenpflege davongaloppiert. Die Migros hat auf Twitter 38 Mal mehr Follower und auf Facebook fast 260’000 Likes.

Kein Wunder: Die Migros begann bereits 2010 Social Media-Kanäle zu bespielen. Heute kümmern sich sieben Mitarbeiter um die verschiedenen Plattformen aber auch um die hauseigenen Community Migipedia. Das Social Media-Engagement lohne sich «auf jeden Fall», sagt eine Migros-Sprecherin.

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Start der Social-Media-Offensive von Coop noch geheim

Coop hat den Wert von sozialen Netzwerken spät erkannt – wohl auch, weil Unternehmenschef Joos Sutter nicht gerade ein Nerd ist. Vor einem Jahr sagte er «10vor10» noch, bisher habe ihn das Thema Social Media «noch nicht voll getroffen» und er schaue lieber zu, wie seine Söhne twitterten.

Wann und wie die Offensive in den sozialen Netzwerken startet, will man bei Coop nicht sagen. Das Unternehmen bestätigt einzig, dass Lüdi zur Zeit eine Truppe zusammenstellt, die er später leiten wird. Experten gehen aber davon aus, dass es zumindest mit einem Facebook-Auftritt recht schnell voran geht.

Welche Schwerpunkte Lüdi bei Coop setzen wird, kann er noch nicht sagen. Er sei neu und müsse sich «erstmal einarbeiten», sagte er zu Blick.

Publiziert am 08.01.2016 | Aktualisiert am 08.01.2016
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3 Kommentare
  • Silvio  Mayer , via Facebook 08.01.2016
    Social Media für was? Dieser Hype ist schon lange vorbei. Nachweislich nutzt es Firmen nichts. Keinen Franken verdient man damit. Ausser natürlich den Anbietern selbst, also Facebook und Beratungsfirmen, wie man Social Media umsetzt. Wäre dankbar, wenn Coop darauf verzichtet, denn schlussendlich bezahlen wir über die Verkaufspreise diesen unnützen Mist mit.
  • Albert  Knoll 08.01.2016
    Nachdem mich Coop vor Weihnachten alle drei Tage mit ihrem 1,5cm dicken Werbe-Prospekt Coop-Zeitung bombardiert hat, ist diese Firma für mich tabu. Gipfel der Frechheit: Ich musste diese "Zeitung" abbestellen, obwohl ich Sie gar nie abonniert hatte. Anscheinend wurde die selbe Masche schon 2013 durchgezogen. Das Unternehmen hat jetzt einen Kunden weniger.
    • Noldi  Schwarz 08.01.2016
      Mir wurde die Zeitung ebenfalls in zweifacher Ausführung zugestellt. Einmal an mich, und einmal an meine vor fast 3 Jahren verstorbene Frau. War heute im Bau & Hobby. Keiner der Angestellten im Laden hat mich begrüsst. Verdammt nochmal, ich zahle deren Saläre. Im Weinfelder Migros passiert mir das ganz selten. Da bin ich Willkommen. Noch fragen, wo ich einkaufen gehe?