Kundgebung: 150 Personen demonstrieren gegen Schliessung von Zollstellen

Rund 150 Personen haben am Samstag beim Hafen in Romanshorn gegen die vom Bund aus Spargründen geplante Schliessung der Zollstelle demonstriert. Dadurch werde mittelfristig die Fährverbindung über den Bodensee nach Friedrichshafen gefährdet.

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Die Zollabfertigung für Handelswaren in Romanshorn sei «lebensnotwendig für unsere Region», sagte der Thurgauer Ständerat Roland Eberle (SVP). Eine Schliessung der Zollstelle am Hafen hätte eine Ausdünnung des Fährfahrplans zur Folge. Mittelfristig wäre die Verbindung nach Deutschland gar gefährdet.

Laut Eberle transportieren die halbstündlich verkehrenden Fähren pro Jahr 8500 Lastwagen und 60'000 Autos. Ohne Zollstelle in Romanshorn käme es zu Umfahrungs-Mehrverkehr und einer weiteren Schwächung der Ostschweizer Wirtschaft in einer ohnehin schon schwierigen Zeit. Der Bund spare hier am falschen Ort.

Auch die Nationalräte Hermann Hess (FDP) und Edith Graf-Litscher (SP) kritisierten die Absicht des Bundes, ab 2017 zahlreiche regionale Zollstellen zu schliessen. Graf-Litscher erinnerte an der Kundgebung an die jährlichen Zolleinnahmen des Bundes von 24 Milliarden Franken.

Hermann Hess befürchtete Probleme für die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS). Ohne Zollabfertigung von Lastwagen in Romanshorn würde die Fährverbindung eine Million Franken Einnahmen verlieren. Unterstützung erhielt Hess auch vom Thurgauer Volkswirtschaftsdirektor Kaspar Schläpfer. (SDA)

Publiziert am 05.03.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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