Künstliche Verknappung Förderländer treiben den Ölpreis in die Höhe

NEW YORK - Auch die Nicht-Opec-Länder sprechen sich für eine Drosselung der Ölförderung aus. Das treibt den Ölpreis am Montag in die Höhe.

Künstliche Verknappung: Historische Einigung treibt Ölpreis hoch play
Tankfüllen verteuert sich in den kommenden Monaten. CHRISTIAN BEUTLER

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Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und gegen ein Dutzend Nicht-Opec-Länder haben sich erstmals seit 2001 auf eine gemeinsame Förderkürzung geeinigt. Das Abkommen sieht vor, dass nur noch 558'000 Barrel – ein Fass entspricht 159 Litern – pro Tag dürfen gefördert werden. «Das ist ein wahrhaft historisches Ereignis», sagt der russische Energieminister Alexander Nowak.

Russland als will allein 300 000 Barrel weniger produzieren. Allerdings werde die Drosselung allmählich beginnen und erst im April oder Mai den vollen Umfang erreichen, sagt Nowak der Agentur Tass.

Die Absprache des Kartells und weiterer Förderländer auf eine Ölförderdrosselung hat den Ölpreis am Montag im Frühhandel um bis zu 6,6 Prozent in die Höhe getrieben. Das Fass kostete dann etwas später mit 57,89 Dollar noch knapp fünf Prozent mehr als am Freitag. Damit war Öl so teuer wie seit Juli 2015 nicht mehr.

Benzin und Diesel steigen um ein paar Rappen

Die Einigung vom Wochenende soll gemeinsam mit der schon beschlossenen Kürzung bei der Opec zum Rückgang der weltweiten Ölförderung von rund zwei Prozent führen.

Eine Verknappung des Rohstoffs und damit steigende Ölpreise spüren die Konsumenten sofort im Portemonnaie. Die Preise an den Zapfsäulen für Benzin und Diesel, aber auch der Heizölpreis dürften demnächst um ein paar Rappen anziehen. Experten gehen aber von einem moderaten Preisanstieg aus in den kommenden Monaten. Grund: Laut ihren Prognosen pendelt der Rohölpreis erst einmal zwischen 50 und 70 Dollar pro Fass. (uro)

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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  • Markus  Hunziker aus Chur
    12.12.2016
    Ist es kartellrechtlich in Ordnung, wenn man die Fördermengen abspricht?
  • Urs  Hagen 12.12.2016
    Die Aral in Stühlingen ändert die Preise im Tag ein paar Mal, da schwanken sie ja schon 10 Cent. Ist doch wieder Panikmache die eigentlich nur den Spekulanten Geld in die Taschen spühlt und der IS natürlich, die können wieder Geld generieren mit Oel.
  • Guillaume  Tell aus Dubai
    12.12.2016
    Erfahrungsgemäss halten sich diese Staaten selten an ihre Versprechen. Wir werden sehen, ob der Ölpreisanstieg nachhaltig sein wird. Ich glaube nicht daran.
  • Lionel Werren,  der Klartexter 12.12.2016
    Benzin muss deutlich teurer werden, vor allem für den Freizeitverkehr. Firmen, die auf Benzin angewiesen sind, sollen dafür Gutschriften erhalten.
    • Rolli  Wagner 12.12.2016
      Noch mehr Beamte die die Gutschriftenflut zu Bewältigen haben? Freizeitverkehr = Arbeitsweg? Nicht umsetzbar.
    • Peter  Muster aus Koppigen
      12.12.2016
      Beim benzin sind heute auf den "rohpreis" schon mehr als 100 Prozent steuern. Auf luxusgüter wie jachten und schmuch nur 8 Prozent. Dies ist heute schon unfair und zu hoch diese 100 Prozent. Der zug sollte teurer werden. Über 3 milliarden subventionen pro jahr und milliarden staatseinnahmen mit dem autofahrer.
  • Thomas  Stalder , via Facebook 12.12.2016
    ..."nur noch 558000 Barrel pro Tag"... Lieber Blick, lest nochmals die Zahlen gründlich in der Tabelle der täglichen Fördermengen der OPEC und NON-OPEC- Staaten, und dann stellt Ihr fest, dass Ihr hier einen Chabis verzapft! Bitte korrigieren.