Kündigungsgrund Chatten rechtens: Facebook ist kein Menschenrecht

STRASSBURG (F) - Ein Rumäne chattete während der Arbeit mit seiner Verlobten. Die Firma hat ihm darauf gekündigt. Die Kündigung ist laut dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte rechtens.

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Facebook hat zum Jahreswechsel vorgeschlagen, das 46-jährige Bestehen von Freundschaften bei dem Online-Netzwerk zu feiern. Der Aufruf kam über 30 Jahre zu früh. (Archiv) play
Facebook während der Arbeit kann Konsequenzen haben. KEYSTONE/AP/BEN MARGOT

Kurz das neuste Essens-Selfie der besten Freundin auf Facebook liken, einen Kommentar zum Ferienfoto des Kollegen verfassen oder ein paar lustige Katzenvideos schauen. Und das alles während der Arbeitszeit. Wir tun es alle. Und das sollte doch drinliegen, denken Sie. 

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) sieht das allerdings etwas anders. Er hat die Entlassung eines Ingenieurs (36) gebilligt, der während der Arbeit persönliche Nachrichten auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat.

Sein Arbeitgeber liess die Seite des Rumänen, der drei Jahre in dem privaten Unternehmen angestellt war, auswerten. Dabei stellte sich heraus, dass er mit seiner Verlobten und seinem Bruder über Gesundheit und Liebesleben chattete. 

Eine solche Analyse sei zwar als Eingriff in den Schutz des Privatlebens. In den Augen des EGMR sei dieser Eingriff aber verhältnismässig. (kab/SDA)

Publiziert am 13.01.2016 | Aktualisiert am 13.01.2016
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  • Stefan  Buttliger 13.01.2016
    Als Firmen-Inhaber gibt es mehrere Möglichkeiten: das private Surfen ist TABU, weil es Diebstahl ist - ausser, man erlaubt beispielsweise 30 Minuten, innerhalb oder ausserhalb der Arbeitszeit. Das klappt!
    Lustig ist doch, dass es eine private Firma war, die hier das Gesetz durchzog! Bund und Kantone verstecken ihre "Verlaufslisten"!
    Notabene: der Datenverkehr kann - sogar ohne viel Aufwand - in jedem Netzwerk-Server analysiert werden.
    Logisch, braucht der Staat immer mehr Beamte - LOL
  • Robby  Robster 13.01.2016
    Löscht doch den Müll. Hab es seit 4 Jahren nicht mehr und vermisse gar nichts. Noch besser, man hat Gesprächsthemen wenn man sich wieder mal über den Weg läuft! Facebook ist eine moderne Klagemauer und Profilierungsplatform. Jeder der sagt zum in Kontakt bleiben, es gibt immer noch Mails und Whatsapp!
  • Simon P.  Wegert aus Bern
    13.01.2016
    Nein - wir tun das nicht alle. Das mache ich zuhause, in meiner Freizeit, in der Pause auf dem Hany usw. Dann hätte auch niemand Probleme damit.
    • Tamara  Vaganta aus Bisswegen-Wald
      13.01.2016
      Genau, Sie haben recht: Wir tun es nicht ALLE. Das muss ÜBERHAUPT NICHT drinliegen bei der Arbeit. Es ist eh blöder Zeitvergeudungsmist für die Freizeit. Was machen die Leute eigentlich abends, wenn sie schon im Bus und Zug nur noch chatten, facebooken, telefonieren, SMSsen?
    • olivia  meierhans 13.01.2016
      Richtig! Ich tue es auch nicht und finde es eine Frechheit dem Arbeitgeber gegenüber, denn schliesslich bezahlt er für 8 Studen Arbeit, nicht aber für privaten Quatsch. Aber eigentlich tue ich es auch sonst nicht, denn facebook trägt nur zur Verblödung der Menschheit bei und ob XY grad auf dem WC dick oder dünn, oder bei Mac oder Burger King war, interessiert mich überhaupt nicht. Wie gesagt, facebook = Verblödung!!