SF-Chefredaktor Ueli Haldimann Kritik an Tamedia: «Nicht fähig, innovativ zu sein»

  • Aktualisiert am 14.01.2012

ZÜRICH. Nach der Übernahme der Berner Espace Group durch Tamedia wirft Ueli Haldimann, Chefredaktor des Schweizer Fernsehens, dem Zürcher Verlag mangelnde Innovationskraft und Zentralismus vor.

«Die Tamedia ist offenbar nicht fähig, innovativ zu sein. Sie wächst nur dank Zukäufen. Seit der Lancierung der ‹SonntagsZeitung› vor mehr als 20 Jahren hat der Verlag keine nennenswerte Eigenentwicklung oder Eigenlancierung mehr zum Erfolg geführt.»

Scharfe Kritik an Tamedia

So übt der streitlustige SF-Chefredaktor Ueli Haldimann in seinem Blog scharfe Kritik am Deal der Tamedia. Nebst der mangelnden Innovationskraft kritisiert Haldimann auch den zunehmenden Zürich-Zentralismus: «Dass nationale Medien aus Zürich, dem grössten Zentrum des Landes, gemacht werden, ist irgendwie nahe liegend. Aber dass auch die regionalen Medien von Zürcher Grossverlagen kontrolliert werden – das wird langsam ungemütlich.»

Und was meint die Direktbetroffene zur Schelte? «Wir möchten die persönliche Meinung von Herrn Haldimann nicht kommentieren», sagt Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer.

SF-Chefredaktor Ueli Haldimann.- RDB

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