Krise macht dem RAV zu schaffen

  • Publiziert: 18.03.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Matthias Pfander

ZÜRICH – 100 zusätzliche Arbeitslose pro Tag. Diese Welle rollt auf uns zu, wenn die Prognosen stimmen. Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren bereitet man sich aufs Schlimmste vor.

200000 Arbeitslose in der Schweiz und eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent. Dieses Szenario zeichnete gestern das Staatsekretariat für Wirtschaft Seco in seiner neusten Prognose. Bereits in diesem Jahr wird mit 150000 Arbeitslosen und einer Quote von 3,8 Prozent gerechnet.

Vergleich mit übrigem Europa

Im Vergleich mit dem übrigen Europa steht die Schweiz zwar selbst dann noch gut da. In der Euro-Zone lag die Arbeitslosenquote bereits im Januar bei durchschnittlich 8,2 Prozent.

Extrembeispiel ist Spanien mit 14,8 Prozent Arbeitslosigkeit. Ein wenig besser als der Schweiz geht es Norwegen, wo man mit 3,1 Prozent Arbeitslosigkeit bis Ende Jahr und 4,2 Prozent für 2010 rechnet. Ein wenig tiefer liegt die Quote mit 2,3 Prozent auch in Dänemark.

Trotzdem: 5,2 Prozent Arbeitslose in der Schweiz, so hoch lag die Quote seit 1997 nicht mehr. Die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV werden in den nächsten Monaten überrannt.

Es gibt auch neue Stellen

Entlassen wird sowohl im Industrie- wie auch im Dienstleistungssektor. Besonders hart trifft es Branchen wie Metallbau und die Maschinenindustrie, aber auch im Handel und Verkauf wird mit mehr Stellenabbau gerechnet.

Neue Stellen entstehen hingegen im Gesundheits- und Unterrichtswesen und in der Verwaltung. Zum Beispiel in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren. Dort bereitet man sich auf den Ansturm der Arbeitslosen vor und stellt zusätzliche Berater ein (siehe Video).

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