Krebserregende Stoffe gefunden: Mineralöle im Lindt-Goldhasen

KILCHBERG ZH - Das Wahrzeichen von Lindt, der Goldhase, enthält giftige Mineralöle. Das hat die Organisation Foodwatch in Tests festgestellt.

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Der beliebte Goldhase soll laut Foodwatch giftige Mineralöle enthalten. Keystone

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Weltweit 150 Millionen Stück, allein 7 Millionen in der Schweiz: So viel Goldhasen produziert und verkauft Lindt & Sprüngli dieses Jahr.

Für den Kilchberger Schoggi-Hersteller ist das Gold-Bunny «der beliebteste Osterhase der Schweiz seit 1952». Doch jüngste Testergebnisse von Foodwatch, der deutschen Organisation für Konsumenteninformation, hinterlassen Flecken auf der Goldfolie: Die in Deutschland hergestellte Süssigkeit enthält demnach giftige Mineralöle.

Potenziell krebserregend

Insgesamt 20 Hasen hat die Organisation auf aromatische und gesättigte Mineralöle hin untersucht. Laut Europäischer Behörde für Ernährungssicherheit (EFSA) sind die ersteren potenzielle Krebserreger, weshalb sie in Lebensmitteln überhaupt nicht vorkommen dürften.

Die gesättigten Mineralöle können sich je nach Zusammensetzung in Organen anreichern und diese schädigen. Einen offiziellen Maximalwert gibt es dafür nicht.

Goldhase enthält beide Arten Mineralöle

Nur fünf der 20 getesteten und mehrheitlich deutschen Osterhasen seien unbedenklich, so Foodwatch. Nicht so der Goldhase von Lindt. Die Organisation fand in ihm beide Arten der Mineralöle.

Möglich wäre eine Aufnahme der Öle über Maschinenöl aus den Produktionsstätten oder über die Verpackungen, in denen die Rohwaren gelagert sind.

Lindt arbeitet am Problem

Hersteller Lindt sagt zu den Testergebnissen, Mineralölrückstände in Lebensmitteln seien kein neues Thema. Sie kämen vielfältig in der ganzen Umwelt und nicht nur in Süsswaren vor.

Der Schoggiproduzent verweist auf eine Stellungnahme des Bundesverbands der Deutschen Süsswarenindustrie. Dieser bezeichnet den Verzehr der Osterhasen als unbedenklich, zumal sie nur einen geringen Teil der Gesamternährung ausmachen und nur an Ostern verzehrt werden.

Lindt versichert, dass am Problem gearbeitet werde. Massnahmen seien bereits getroffen, um die Mineralölspuren zu verringern. Ziel sei es, die Spuren möglichst komplett zu vermeiden.

Publiziert am 24.03.2016 | Aktualisiert am 26.03.2016
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29 Kommentare
  • Renato  Polli 25.03.2016
    Ihr lieben Leute, was wollt ihr eigentlich noch essen?
    Nichts ist gesund, Salat voll Abgase, weil irgendwoher werden diese in die Schweiz gekarrt oder in der Schweiz herumgefahren, Gemüse und Obst ist ständig den Umwelteinflüssen ausgesetzt.
    Ich möchte ja nicht wissen, wie viel giftiges Zeugs in den Lebensmitteln allgemein ist!
    Vor vielen Jahren war Assugrin hoch Krebserregend, Ravioli waren ungesund, Fleisch total verseucht, etc.
    Man esse vielseitig, statt einseitig, dann macht das nichts!
  • Christian  Kurmann , via Facebook 25.03.2016
    Alles was mit maschinen in massen produziert wird hat rückstände von mieraloele bis ungeziefer!
    Ist unmöglich dies gänzlich von der wahre fernzuhalten.
    So gesehen darf man gar nichts mehr Kaufen und essen!
    Ist übrigens bei jedem produkt so!
    Darum sind laut gesetzt bis zu einem grad rückstände erlaubt.
  • Reto  Kaufmann aus Aarburg
    25.03.2016
    Dann kauft einfach die beste Schokolade von allen: Der feine Geschmack von Cailler ist unerreichte Gaumenkunst ;-) ...und wird erst noch in der Schweizer produziert!
  • oskar  fischer aus Buchs
    25.03.2016
    Das ist wieder mal typisch für so komische Organisationen, die anscheinend dieWelt verbessern wollen. Genau zur Osterzeit negatives über Osterhasen publizieren! Hat es nicht auch schon zur Weihnachtszeit geheissen Zimt (die beliebten Zimtsterne) beinhalte gesundheitsgefährdende Stoffe! Was denken sich solche Organisationen eigentlich! Vermutlich geht es nur darum, sich zu profilieren, die entsprechenden Firmen zu schädigen und dann noch von diesen Geld zu erhalten! echt unethisch!
  • Yvonne  Bozdag aus Walzenhausen
    25.03.2016
    Am besten schmeckt Läderach Schokoladen. Ich kaufe nur noch diese Schokolade, frisch in Bilten oder in Lädera-Filialen.