Krankenkassen So heftig wird der Prämien-Schock

Heute gibt das Bundesamt für Gesundheit bekannt, wie stark die Prämien nächstes Jahr steigen. Experten erwarten einen überdurchschnittlichen Anstieg.

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«Die Maximalfranchise ist nur bei Kassen interessant, die den Maximalrabatt gewähren» Felix Schneuwly, Comparis

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Heute haben wir Gewissheit. Das Bundesamt für Gesundheit gibt bekannt, wie stark die Prämien der Grundversicherung nächstes Jahr steigen. Klar ist: der Anstieg dürfte spürbar höher ausfallen als in den Jahren zuvor (BLICK berichtete).

Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte beim Vergleichsdienst Comparis, erwartet eine durchschnittliche Prämienerhöhung von 6 Prozent. Dies schreibt die «SonntagsZeitung». Zum Vergleich: Dieses Jahr sind die Prämien um 4,2 Prozent gestiegen.

Ein stärkeres Wachstum erwartet der Vergleichsdienst Bonus. Die Westschweizer rechnen mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 6,5 Prozent. Immerhin: Für erwachsene Versicherte mit einer Franchise von 300 Franken und einem traditionellen Versicherungsmodell werde der Anstieg etwas tiefer ausfallen, sagt Bonus-Chef Patrick Ducret der Zeitung.

Überdurchschnittlicher Anstieg bei Kindern

Ein anderes Bild zeigt sich bei Kindern und Jugendlichen mit einer höheren Franchise als 300 Franken. Dort erwartet Durcet eine überdurchschnittliche Prämienerhöhung. Er geht davon aus, dass insgesamt jeder zehnte Versicherte einen Anstieg von mehr als 10 Prozent hinnehmen muss.

Hauptgrund für den Prämienschub: die stark wachsenden Gesundheitskosten. Über die letzten Jahre nahmen sie im Schnitt um 2,9 Prozent zu. Dieses Jahr war es anders. Laut dem Bundesamt für Gesundheit stiegen die Kosten heuer bisher um 7,2 Prozent. Hauptgrund sind steigende Ausgaben für ambulante Spitalbehandlungen, Laboratorien und Physiotherapeuten.

Schneuwly blickt entsprechend wenig optimistisch in die Zukunft: «Es gibt keine Anzeichen, dass sich das Kostenwachstum abschwächt. Medizinischer Fortschritt, steigende Lebenserwartung und politische Fehlentscheide deuten eher auf eine Zunahme hin.» (bam)

Publiziert am 25.09.2016 | Aktualisiert am 23.11.2016
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77 Kommentare
  • Tom  Turbo aus Winterthur
    26.09.2016
    War "leider" die letzten Wochen oft, ja fast jeden Tag in einem Spital in der Nordwestschweiz.
    Wahnsinnig, fast ein ganzer Stock war voll mit Eriträern, keiner hat mir danke gesagt
  • christian  schmied 26.09.2016
    Ich bezahl die krankenkasse eh nicht, mir egal wenn ich mal ins Spital muss. Sowas lass ich mir doch nicht gefallen ! Es sollten mal alle nicht bezahlen dann sehen wir weiter !
  • Krill  Bill 26.09.2016
    Wir bezahlen all die Flüchtlinge und Hypochonder, die Gefallen an unserem sozialen Krankenkassensystem finden. Die Rechnung geht schon lange nicht mehr auf! Weshalb wechselt man nicht auf ein verursachergerechtes System? Wer viel Leistung bezieht, zahlt mehr. Ein simples Bonussystem würde dem Genüge tragen. Und Flüchtlinge und andere Sozialschmarotzer sollen die verursachten Kosten zu Gunsten der zahlenden Bevölkerung abarbeiten - wenn nötig mit Steineklopfen...!
  • Hans-Peter  Brechbühl 26.09.2016
    Bei uns in der Schweiz zahlt jeder Prämienzahler
    Beiträge an Verwaltungsräte von Krankenkassen,
    Beiträge an Patienten die keine Versicherung haben,
    zb. Asylanten die auch Krank werden oder Krankheit
    vortäuschen damit sie das Verfahren verlängern können
    und das freut dann die Hausärzte. Wenn wundert es
    schon bei dieser Gesundheitsorganisation wenn jährlich
    die Prämien so verteuert werden.
  • Ernst  Streuli 26.09.2016
    Wie soll das weitergehen?
    Immer wieder liest man, dass immer mehr ihre KK Prämien nicht bezahlen können oder wollen?
    Wer bezahlt das alles?
    • Reini  Beerli , via Facebook 26.09.2016
      Natürlich der Zahler wo die Prämien pünktlich zahlt.Die wo Sozialbezüger und Asylanten sind berappt natürlich die Gemeinde via Steuerzahler,also der Bürger nochmals am kürzeren Hebel.Ich weiss auch warum ich beim letzten Spitalaufenthalt nachher auf Halbprivat umgestellt habe,denn zu den Fussvolk gehöre ich nicht und möchte wenigstens in dem Zimmer im Spital etwas Ruhe haben.