Konkursverfahren gegen American Apparel eröffnet US-Hipster-Label vor dem Aus

ZÜRICH - Von der Schweiz aus kann man keine Kleider der Kultmarke American Apparel mehr bestellen. Die Läden haben noch geöffnet, verkaufen aber keine Gutscheine mehr. Und beim Umtausch gibts kein Geld mehr zurück.

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Noch haben die beiden Schweizer Filialen des US-Modelabels American Apparel geöffnet – wohl nicht mehr für lange. Am Dienstag wurde gegen die Firma ein Konkursverfahren eröffnet.

Ein Zettel an der Kasse informiert die Kundschaft. Konkret: Wer einen Artikel umtauschen will, bekommt kein Geld mehr zurück. Auch Gutscheine kann man ab sofort keine mehr kaufen.

Angestellte sind bereits informiert 

BLICK weiss: Die Angestellten der zwei Filialen in Zürich wurden bereits über das bevorstehende Aus informiert. Wann die Filialen definitiv dichtmachen, scheinen sie aber selbst nicht zu wissen.

Auch wer von der Schweiz aus online bestellen will, läuft ins Leere. «American Apparel wird online nicht länger in der Schweiz präsent sein», heisst es auf der Homepage. Sie ist wie eine Todesanzeige gestaltet. Wer die angegebene Nummer anruft, landet bei einer US-Hotline. Es geht aber niemand ran.

Anwaltskanzlei mauert

Auch die deutsche Anwaltskanzlei mauert, welche die Interessen von American Apparel in Europa vertritt. Sie bestätigt nur, dass ein Konkursverfahren läuft. Und dass sie das Mandat erst seit wenigen Tagen hat.

Konkrete Fragen zum Schweizer Geschäft will niemand beantworten. So bleibt auch unklar, was mit den Angestellten passiert. Und wann die Lichter in den Schaufenstern für immer ausgehen.

Sexuelle Eskapaden

Mit hippen T-Shirts, Pullis und Leggins machte American Apparel einst viel Geld. Zu den besten Zeiten hatte das Label über 200 Läden in aller Welt. Seit Jahren hat die Marke aber zu kämpfen. Mit ein Grund: Sie produziert in Amerika und nicht in Asien.

Eng mit dem Untergang das Kultlabels verbunden ist Ex-CEO Dov Charney (47). Er wurde wegen seiner sexuellen Eskapaden und seines harten Führungsstils bekannt. Zudem gönnte er sich diverse Privatreisen auf Firmenkosten. Laut US-Medien plant er einen Neustart der ramponierten Marke.

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016
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2 Kommentare
  • Simon P.  Wegert aus Bern
    12.11.2016
    Wo ist das Problem wenn ein Unternehmer Privatreisen über das Unternehmen bucht, das ihm selber gehört? Es gehört ihm und auch das Geld in den Kassen der Läden gehört ihm - er darf damit tun und lassen was er will.
  • Michel  Wehner aus Bohol
    11.11.2016
    "Mit ein Grund: Sie produziert in Amerika und nicht in Asien." Hopala, wie kann dass den passieren?? Aber Mr Trump wird das sicher richten! Eines seiner Ziele ist es ja im eigenen Land zu produzieren. Von Amerika für Amerika! Sorry, aber ich kann meine Schadenfreue leider nur sehr schwer verbergen.