Konjunktur CS-Ökonomen sehen leichten Aufschwung für Maschinenindustrie

ZÜRICH - ZH - Zwei Jahre nach dem Frankenschock ist auch für die besonders gebeutelte Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Nach Ansicht der Credit Suisse dürfte die Branche 2017 erstmals seit Anfang 2015 wieder leicht wachsen.

Credit Suisse sieht für 2017 leichten Aufschwung in der MEM-Industrie play
Nach zwei Jahren Talfahrt wegen des Frankenschocks dürfte die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie nach Ansicht der Credit Suisse im 2017 erstmals wieder leicht wachsen. KEYSTONE/GAETAN BALLY

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Damals hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) völlig überraschend den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufgehoben und der MEM-Industrie einen Nackenschlag versetzt. Die steile Aufwertung des Frankens verteuerte Schweizer Produkte und liess die Exporte einbrechen.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, mussten die Firmen die Preise senken, was auf Ertragslage durchschlug und zahlreichen Firmen rote Zahlen bescherte. Sparmassnahmen führten zum Abbau von weit über 10'000 Stellen.

Nun rechnen die Ökonomen der Credit Suisse damit, dass die Exporte der MEM-Industrie nach den Rückgängen der beiden letzten Jahre im 2017 wieder leicht ansteigen dürften. Insbesondere die Maschinenindustrie profitiere, hiess es im CS-Branchenhandbuch, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

Die wichtigsten Treiber dieser Erholung seien die solide Konjunktur in den Absatzländern und die Stabilisierung des Frankenkurses. Die positive Dynamik dürfte sich 2017 vermehrt auf kleinere Firmen der MEM-Branche übertragen, auch wenn viele von ihnen die Last der Frankenstärke weiterhin stärker spürten als international breit aufgestellte Grossunternehmen.

Weiterhin schlecht sieht es für die Uhrenindustrie aus. Die CS-Ökonomen rechnen nicht damit, dass der Sektor bereits im laufenden Jahr wieder wächst. Verschiedene Faktoren, die die Uhrenindustrie 2016 belastet hätten, dürften 2017 weiterhin Bestand haben - insbesondere die Unsicherheiten im Tourismus in Europa als Folge der Angst vor Terroranschlägen. (SDA)

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017
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