Koli-Bakterien Migros Zürich ruft Smoothiepulver zurück

ZÜRICH - Die Migros Zürich und die Alnatura Bio-Supermärkte rufen drei Smoothiepulver vorsorglich zurück. In einer Probe wurden Keime nachgewiesen. Dieser jüngste Rückruf ist nur einer von vielen: Bei Alnatura-Produkten gab es schon Probleme etwa wegen Pflanzengiftstoffen oder Glasstückchen.

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In jüngster Vergangenheit musste Migros immer wieder Alnatura-Produkete zurückrufen. Mirko Ries

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Erneuter Rückruf von Alnatura-Produkten – diesmal wegen Kolibakterien im Smoothiepulver. Die Migros Zürich und die Alnatura Bio-Supermärkte rufen nun drei Produkte zurück: Betroffen sind «Alnavit Smoothiepulver Grashüpfer», «Alnavit Smoothiepulver Pflanzenfreund» und «Raab Gerstenpulver», wie die Migros mitteilt. Diese Produkte seien in einzelnen Migros-Filialen und allen Alnatura Bio-Supermärkten erhältlich.

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Betroffen vom Rückruf sind etwa die «Alnavit Smoothiepulver Grashüpfer». Screenshot

Bei einer Probe der Zutat Gerstengraspulver stellte man eine Verunreinigung mit Kolibakterien fest. Diese seien in der Regel für den Menschen nicht gefährlich, es könne in Einzelfällen jedoch zu Durchfallerkrankungen und Erbrechen kommen, heisst es weiter.

Da die Migros Zürich und die Alnatura Bio-Supermärkte aber nicht ausschliessen können, dass Teile der betroffenen Rohwarencharge in die Produktion der Pulver eingeflossen sind, ruft sie vorsorglich alle aus dieser Rohware produzierten Artikel zurück. Die Kunden erhalten ihr Geld retour, wenn sie die Packungen in die Alnatura-Bio-Supermärkte bringen.

Immer wieder Probleme bei Alnatura-Produkten

Dieser jüngste Rückruf von Alnatura-Produkten ist nur einer von vielen:

>Bereits vor zwei Wochen zog die Migros Zürich aus Sicherheitsgründen drei Sesamprodukte von Alnatura zurück. In einer Stichprobe aus Uganda wurden Salmonellen nachgewiesen. 

>April 2015: Vor eineinhalb Jahren stellte die Migros in den Hirsebällchen Natur, Erdnuss und Ungarisch zu hohe Werte an Pflanzengiftstoffen fest. Verkauft wurden die Hirsebällchen bei ­Migros, LeShop sowie in Alnatura-Bio-Supermärkten. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfahl, die Produkte nicht zu essen.  

>Januar 2015: Schon damals gab es Probleme bei Sesamprodukten von Alnatura: Zuerst wurden in Sesammus-Gläsern Salmonellen nachgewiesen und zwei Wochen später ebenfalls in Tahin Sesammus. Auch hier empfahl das BLV, die betroffenen Produkte nicht zu konsumieren.

>Dezember 2014: Die Migros musste zwei Babybrei-Produkte von Alnatura zurückrufen. Grund dafür waren Spuren des Pflanzeninhaltsstoffes Tropanalkaloid, die in einer Charge des Artikels «Alnatura Hirse-Getreidebrei mit Reis» nachgewiesen wurden.

>März 2013: In einem bei Alnatura Deutschland verkauften Babygläschen wurde ein Glasstückchen gefunden. Alnatura hatte daraufhin die Charge, in der der Fremdkörper gefunden wurde, aus dem Verkauf genommen. Vorsorglich rief Migros auch bei Alnatura Schweiz vorsorglich alle an diesem Tag produzierten Chargen dieses Gläschens zurück. (bsh/sda)

Publiziert am 24.09.2016 | Aktualisiert am 25.09.2016
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6 Kommentare
  • Annemarie   Setz 24.09.2016
    Am besten ist doch immer noch, in einen frischen Apfel zu beissen, einen würzigen Salat zu verspeisen oder eine Frucht selber auszupressen, ist doch nicht so schwer. Ueber Mittag einen frischen Orangen oder Gemüsesaft, das ist sicher ok, aber diese aus Pülverli gemischten Smoothies (warum kann man nicht einfach Säfte sagen?, das ist eine Modesache.
  • Franz  Müller 24.09.2016
    Ich lasse Alnatura auch links liegen. Besser regionales Bioessen. Auch wenn das mAn nur der Schritt in die richtige Richtung ist und nicht die Lösung.
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 24.09.2016
    Migros ist immer Gut für ein Gesundes Essen . Wenn werden diese Lebensmittel Kette endlich Richtig gebusst . 200.000.00 CHF für ein Gute Zweck ist doch anständig.
    • Thomas  Steuble 24.09.2016
      Werter Rocco
      Ich kann Dir versichern, dass der Hersteller ungefähr diese Summe hinlegen werden muss, wenn es sich um einen Rückruf handelt. Ein Warenrückzug (nur aus dem Gestell, nicht vom Kunden) ist ein klein wenig günstiger. Aber auch diese Summe könnte einen Kleinhersteller, ohne richtige Versicherung, in den Ruin treiben.
  • Katharina  Maria , via Facebook 24.09.2016
    Schon wieder ein Alnatura-Produkt. Hatte letztes Jahr eine Lebensmittelvergiftung weil in den Hirsebällchen von Alnatura Pflanzenschutzmittel enthalten war. Nie wieder Alnatura!
    • Urs  Leibundgut 24.09.2016
      Ich möchte nicht wissen wieviele Kilo Hirsebälchen sie gegessen haben müssen um davon eine "Lebensmittelvergiftung" zu kriegen. Es waren übrigens auch keine Planzenschutzmittel sondern Giftstoffe "Tropanalkaloiden" aus Plflanzen die bei der Ernte mitgeerntet wurden. Ein Problem das auch in der Bioproduktion verbreitet ist.