Kobalt aus dem Kongo Lässt Apple siebenjährige Kinder für sich schuften?

Führende Elektronikhersteller wie Apple, Samsung oder Sony können laut Amnesty International nicht garantieren, dass sie kein Kobalt aus Kinderarbeit in ihren Geräten verwenden.

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Die Menschenrechtsorganisation beschuldigte die Konzerne in einem Bericht, der am Dienstag gemeinsam mit der kongolesischen Organisation Afrewatch veröffentlicht wurde, von Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo zu profitieren.

In dem zentralafrikanischen Land, in dem laut Amnesty mehr als die Hälfte des weltweit abgebauten Kobalts gewonnen wird, würden schon siebenjährige Kinder unter lebensgefährlichen Bedingungen das wertvolle Mineral abbauen, hiess es in dem Bericht «This is what we die for» (Dafür sterben wir). 

Allein im Südkongo seien von September 2014 bis Dezember 2015 dabei mindestens 80 Bergleute gestorben.

«Die Elektronikkonzerne nutzen Kobalt für die Akkus ihrer Smartphones, Tablets und Laptops, also in Geräten, die aus unserem Verbraucheralltag nicht mehr wegzudenken sind», erklärte Amnesty-Expertin Verena Haan. 

Die Konzerne müssten sicherstellen, dass sie kein Kobalt aus Kinderarbeit verwenden. «Globale Unternehmen dürfen sich nicht darauf berufen, dass sie angeblich nicht überprüfen können, woher wichtige Mineralien in ihrer Produktion kommen.»

Alle Unternehmen in der Lieferkette müssten im Einklang mit den UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte ihre Sorgfaltspflicht erfüllen und sofort Abhilfe schaffen, wenn sie von Menschenrechtsverletzungen erfahren, erklärte Haan. 

Die Länder, in denen die betroffenen Unternehmen ihren Sitz haben, müssten diese zudem durch Gesetze zu genauen Kontrollen der Herkunft ihrer Materialien sowie zu mehr Transparenz verpflichten. (SDA)

Publiziert am 19.01.2016 | Aktualisiert am 19.01.2016
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9 Kommentare
  • Niklaus  Dürst aus Naters
    19.01.2016
    Es ist heutzutage ganz Normal, dass mit der Grundsatzeinstellung." Geiz ist Geil" oder den Allgemeinen Einkäufergebahren, sämtliche Ethischen Grundsätze komplett Untergraben werden. Schuld daran, ist der Gnadenlose Verdienst und Verdängungskampf, welcher solche Sachen Auslöst. Dann ist Zusätzlich noch das ganze Rassengehabe, bei welchem wir "Weissen" ganz vorne Mitmischen, der Ganzen Misere wunderbar Vorschub leisten!
  • Jens  Goldmann 19.01.2016
    Kinderarbeit gibt es auch bei uns. Man bdenke nur jedes Jahr da werden Projuventute Marken von Kindern angeboten. Sie gehen von Haus zu Haus wie Hausierer. Es gibt noch viele andere Beispiele. Klar die Kids machen das freiwillig wird wieder jeder SP ler sagen.
  • Peter  Grelling aus Zürich
    19.01.2016
    Kinderarbeit ist überall möglich, da die Gewinner von der Gesellschaft geehrt werden wegen ihrem Reichtum.
  • Kurt  Meier aus Sins
    19.01.2016
    Ja es ist traurig zu sehen, dass heutzutage fast jeder bescheisst, nur um etwas mehr Kohle zu machen. Mit Ethik und Moral hat das schon lange nicht mehr zu tun. Ist wohl nicht zuletzt auf die neue säkulare Weltanschauung zurückzuführen, man fühlt sich wohl nichts und niemanden mehr verpflichten. Man braucht sich nicht zu wundern, dass 62 Personen, 50 Prozent der Weltvermögens besitzen!
  • Walo   Besch aus Trin Mulin
    19.01.2016
    Sind die Kinder dann zu gross und passen nicht mehr in die Löcher, werden sie raus geschmissen und wir nennen sie dann Wirtschaftsflüchtlinge, sollten eines davon es bis in den Westen schaffen.