Boxen-Zwang: Knickt Cablecom bald ein?
ZÜRICH – Der neue Cablecom-Chef stellt ein Entgegenkommen bei den Boxen fürs digitale Fernsehen in Aussicht.
Aktualisiert um 18:30 | 20.10.2009
Nach jahrelanger Kritik an der Verschlüsselung des digitalen TV zeigt Cablecom Einsehen: «Wir prüfen Dienstleistungen für digitales TV anzubieten ohne Set-Top-Boxen», kündigte der neue Chef der Kabelnetzbetreiberin, Eric Tveter, an.
«Wir schauen uns das ernsthaft an», sagte der Amerikaner, heute an den achten Bieler Kommunikationstagen. Er hat im Mai die Führung der grössten Schweizer Kabelnetzanbieterin übernommen. Damit rückt er von der Linie seines Vorgängers Rudolf Fischer ab, der sich immer vehement gegen die Kritik an der Verschlüsselung des digitalen TVs gewehrt hatte.
Bald Box vom Media Markt?
Bisher müssen die Kunden für den Empfang diese Set-Top-Box von Cablecom mieten, wenn sie die über 100 Programme des digitalen TVs empfangen wollen. In anderen Ländern kann man solche Set-Top-Boxen indes im Media Markt oder bei anderen Elektronikanbietern kaufen.
Ex-Chef Fischer hatte die Verschlüsselung immer mit dem Argument verteidigt, dass man nur so gewährleisten könne, dass alles einwandfrei funktioniere. Dies hatten Konsumentenschützer und der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm immer wieder kritisiert: In anderen Ländern gehe es ja auch ohne Verschlüsselung des TV-Grundangebots.
Frei empfangbar wie das analoge Fernsehen wird das digitale TV so aber nicht. Die Lösung wäre: Man kauft eine Karte für den Zugriff bei Cablecom. Diese Karte kann man dann in eine beliebige Set-Top-Box oder ein Fernsehgerät schieben, die den Standard unterstützen. (SDA, pft)
«Wir schauen uns das ernsthaft an», sagte der Amerikaner, heute an den achten Bieler Kommunikationstagen. Er hat im Mai die Führung der grössten Schweizer Kabelnetzanbieterin übernommen. Damit rückt er von der Linie seines Vorgängers Rudolf Fischer ab, der sich immer vehement gegen die Kritik an der Verschlüsselung des digitalen TVs gewehrt hatte.
Bald Box vom Media Markt?
Bisher müssen die Kunden für den Empfang diese Set-Top-Box von Cablecom mieten, wenn sie die über 100 Programme des digitalen TVs empfangen wollen. In anderen Ländern kann man solche Set-Top-Boxen indes im Media Markt oder bei anderen Elektronikanbietern kaufen.
Ex-Chef Fischer hatte die Verschlüsselung immer mit dem Argument verteidigt, dass man nur so gewährleisten könne, dass alles einwandfrei funktioniere. Dies hatten Konsumentenschützer und der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm immer wieder kritisiert: In anderen Ländern gehe es ja auch ohne Verschlüsselung des TV-Grundangebots.
Frei empfangbar wie das analoge Fernsehen wird das digitale TV so aber nicht. Die Lösung wäre: Man kauft eine Karte für den Zugriff bei Cablecom. Diese Karte kann man dann in eine beliebige Set-Top-Box oder ein Fernsehgerät schieben, die den Standard unterstützen. (SDA, pft)
Das sagen Blick.ch-Leser
- Roger Schlappritzi, Arbon - 18:04 | 21.10.2009
- » Auf den ersten blick sieht es gut aus, aber..... Sollte es sich um das neue CI handeln, kann es gravierende Einschränkungen für den Nutzer haben. CI bedeuted, dass der Sender viel beinflussen kann. Wiekeine Time shift funktion mehr, vorspulen der Werbeblöcke verhindern, Aufnahmen zeitlich beschränken Keine multi entschlüsselung, d.h Twin tuner Boxen wären Nutzlos!!! Aufnahmen mit einem Verfalldatum versehen. Aufgepasst, könnte so eine grosse Mogelpakung sein!!!!
- Robert Mächler, Schlieren - 23:06 | 20.10.2009
- » Das ist in der Tat ein Cablecom Problem! Bei anderen funktioniert das Bestens. Z.B. die Digital Cable Groupe (eine Gemeinschaft von Kabelnetzbetreibern), man kann bei denen einen Receiver kaufen oder nur die Karte zum entschlüsseln. Bei anderen kleineren Anbietern fällt die Grundverschlüsselung komplett weg. Bei Swisscom ist es ein anderer Fall, da eine andere Technik, aber auch die kennen den Boxenzwang!
- Marcel Lüthi, Frauenfeld - 22:41 | 20.10.2009
- » So viel ich weiss verschlüsseln die Kabelanbieter meist mit Conax. Man kaufe sich also eine Box die diesen Standard unterstützt oder dieses Modul welches man in einen CI-Schacht schiebt (auch an den neusten Flachbildfernsehern möglich), eine passende Karte von Cablecom hinein und fertig ist das Ganze. Sky (ex Premiere) machts ja auch so und bei vielen anderen funktioniert es auch. Manchmal ist es eben an der Zeit mit eben dieser zu gehen, gell Cablecom.
- Susanne Sam, Luzern - 20:41 | 20.10.2009
- » Ich habe seit 10 Tagen so eine Cablecom-Box, die nicht funktioniert. Nach stündigen Telefonaten wurde mir versprochen mir eine neue Box per Post Express zu senden. Das war genau vor einer Woche......bis Heute habe ich nichts erhalten. Die Nachfragen bei Cablecom verlaufen mit Null Ergebnis...die Box sei unterwegs! Das Problem der Cablecon liegt ganz woanders - im Kundenserice und der Qualität der Boxen. Beides ist nichts wert!
- Daniel Flori, Wangs - 20:39 | 20.10.2009
- » Prima! Es kann nur im Interesse des Konsumenten sein. Dies vor allem, wo ja auch immer mehr Fernseher mit eingebautem DVB-C ausgestattet sind.
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