Klimaschutz Klimastiftung Schweiz verteilt knapp neun Millionen Franken

Seit ihrer Gründung vor fünf Jahren hat die Klimastiftung Schweiz insgesamt knapp neun Millionen Franken für die Umsetzung klimafreundlicher Massnahmen oder Produkte bereitgestellt. Die Beiträge gingen allesamt an kleinere und mittlere Unternehmen (KMU).

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Bis heute konnten 500 Firmen von den Zuschüssen profitieren, wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte. Zusammen sparen sie mit ihren Projekten in den nächsten zehn Jahren rund 300'000 Tonnen CO2 ein. Genau gleich viel könnten die Einwohner der Stadt Bern sparen, falls sie ein Jahr lang auf die Heizung verzichten würden, schreibt die Klimastiftung.

Vertreter von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft haben am Mittwochabend in Rüschlikon das fünfjährige Bestehen der Klimastiftung gefeiert. Anlässlich des Jubiläums stellten zudem 14 der unterstützten KMU in einer Ausstellung ihre innovativen Projekte vor.

Reaktion auf die CO2-Abgabe

Die gemeinnützige Klimastiftung Schweiz wurde nach der Einführung der CO2-Lenkungsabgabe ins Leben gerufen. Diese wird auf Brennstoffe erhoben und soll Betrieben einen finanziellen Anreiz geben, umweltfreundlicher zu werden. Ein Teil dieser Abgaben fliesst an die Wirtschaft zurück.

Weil sie selbst wenig Energie verbrauchen, erhalten Dienstleistungsunternehmen aus der Rückvergütung der CO2-Abgabe mehr zurück, als sie bezahlt haben. Die Partnerfirmen der Klimastiftung haben sich bereit erklärt, diese Rückvergütung vollumfänglich für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer und Liechtensteiner KMU einzusetzen.

Nach Ansicht der Klimastiftung haben vor allem grosse Firmen Experten und Geld, um sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einzustellen. Für KMU sehe es dagegen anders aus, die meisten seien mit dem eigenen Geschäft mehr als ausgelastet. Oft fehle das Geld für Investitionen oder auch das Wissen, wo Energie gespart werden kann.

An der Stiftungsgründung im Sommer 2008 waren elf Dienstleistungsunternehmen beteiligt, darunter die Banken Sarasin, Vontobel und Raiffeisen sowie die Versicherungen Swiss Life und Swiss Re. Zwischenzeitlich ist die Zahl der Partnerunternehmen auf 25 angewachsen.

Wirtschaft für Wirtschaft

Die Klimastiftung verfolgt einen doppelten Zweck: «Klima schützen» und «KMU stärken». Unterstützt werden Unternehmen, die Energie sparen, klimafreundliche Produkte entwickeln oder mit der Energie-Agentur der Wirtschaft eine freiwillige Zielvereinbarung zum Energiesparen treffen. Die KMU dürfen nicht mehr als 250 Mitarbeitende haben.

Pro eingesparter Tonne CO2 erhalten die KMU 30 Franken, pro gesparter Megawattstunde Strom sind es zehn Franken. Dadurch werde die positive Wirkung der Lenkungsabgabe verstärkt, schreibt die Klimastiftung.

Unterstützt werden beispielsweise Hotels, die eine Holzschnitzelheizung einbauen, Büros, die auf stromsparende Beleuchtung setzen oder Industriebetriebe, die ihre Produktionshallen isolieren. Laut der Stiftung gehen derzeit besonders viele Gesuche von Gärtnereien, Schreinereien, Druckereien und Gastrobetrieben ein.

Da der Bund die CO2-Lenkungsabgabe 2014 von 36 auf 60 Franken erhöhe, werde es für KMU noch wichtiger, möglichst umweltfreundlich zu arbeiten. Die Klimastiftung werde als Partner zur Verfügung stehen, solange die Abgabe bestehe. Dies sei voraussichtlich bis im Jahr 2020 der Fall. (SDA)

Publiziert am 21.08.2013 | Aktualisiert am 21.08.2013
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