Keine Preisaufschläge auf die Wintersaison Bergbahnen bangen um ihre Gäste

Skigebiete schlittern in die Krise: Jedes Jahr kommen weniger Gäste. Im Berner Oberland verbuchten die Bergbahnen letzte Saison 2,5 Prozent weniger Besucher als im Vorjahr. In Graubünden waren es fast sieben Prozent weniger. «Wir haben Schwierigkeiten, das Wintergeschäft anzukurbeln», sagte Jungfraubahnen-Chef Urs Kessler (54) gestern.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Wenignutzer müssen blechen Die Post beerdigt das Postfach
2 Rüstungskonzern gründet Firma im Nahen Osten Ruag expandiert in...
3 Metzger schneidet das Fleisch nach Wunsch Coop bringt die...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
15 Kommentare
Fehler
Melden

Um diesen Trend zu stoppen, bekommen die Berner Oberländer jetzt Schützenhilfe aus Österreich. Mitarbeitende aus Sölden sollen den Schweizern zeigen, wie man das Winterbusiness in den Griff bekommt. In den Bereichen Hotellerie, Unterhaltung und Infrastruktur will man von den Ösis lernen. Zudem wird neu im Tiroler Skigebiet für das Jungfraujoch geworben – und umgekehrt.

Schweizer Bergbahnen sind unter Druck. Die Preise für eine Tageskarte haben darum die wenigsten Betreiber erhöht, wie eine BLICK-Umfrage bei den 20 grössten Skigebieten zeigt.

Preisabschläge gegenüber dem Vorjahr sind allerdings Wunschdenken. Im Schnitt kostet ein Tag auf der Piste während der Hochsaison 65 Franken. Immerhin: Die meisten Schweizer Bergbahnen rüsten auf. Millionen werden in neue Lifte, grössere Restaurants und bessere Pisten investiert.

Aus gutem Grund: «Der internationale Wettbewerb ist hart», sagt Jürg Stettler (52), Tourismusexperte der Hochschule Luzern. Er sieht für die Bergbahnen zwei Möglichkeiten: «Entweder kooperieren oder fusionieren sie mit anderen Bahnen und senken so die Kosten.»

Alternativ könnten die Bahnen in die Restauration und Hotellerie einsteigen. Selbst wenn sich die Bahnen neu erfinden: Die Leute fahren immer weniger Ski. Der Trend werde anhalten, glaubt Stettler. Darum ist er für die Zukunft wenig optimistisch: «Wenn die Bergbahnen ihre jetzigen Gästezahlen halten können, wäre dies ein Erfolg.» Mittel- bis langfristig werde es aber weniger Bergbahnen geben.

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
teilen
teilen
0 shares
15 Kommentare
Fehler
Melden
Snowboardvideo mit unfreiwilliger Zugabe Finden Sie den Schneehasen in dieser Lawine?

TOP-VIDEOS

15 Kommentare
  • Benedikt  Richter aus Bern
    19.10.2016
    Die Gastronomie hat es verpasst.
    Bratwurst mit Rösti bis zu Fr.25.00
    Hoteliers bieten Zimmer mit Einrichtungs Gegenstände aus den 80 Jahren an.
    Lattenroste, altes Bad.
    Nein so geht das nicht dazu noch die überteuerten Preise.
    Wir haben unsere letzten "Latten " nach 25 Jahren in Arosa gelassen.
    Nun fliegen wir fast für den selben Preis seit Jahren für zwei Monatenach Thailand.
    Dort passt alles.
  • Karl  Schrader 19.10.2016
    Wenn die mühsame Anfahrt für ein Wochenende nicht wäre. Auf der Hinfahrt steht man im Stau, auf der Rückfahrt steht man im Stau und dann ist man für ein Wochenende auch noch über 1.000,- Franken für 2 Personen los. An Weihnachten, Neujahr gar nicht zu denken. Da gehen wir seit 3 Jahren lieber auf die Kanaren. Immer schönes Wetter und alles kostet nur ein Drittel.
  • Rees  Keller aus Basel
    19.10.2016
    Mehr Swissness, mehr Freundlichkeit (nicht die aufgesetze Freundlichkeit) in der Gastronomie und Hotelliere würde da schon einiges weiterhelfen und, die Preise müssten ein paar Prozent nach unten korrigiert werden ... dann, und nur dann würde es wieder aufwärts gehen!

    Der Wintertourismus hat es auch nach 15 Jahren noch nicht verstanden mit der Masse zu arbeiten; stattdessen wird jeder Gast als goldenes Kalb betrachtet den man bis zum geht nicht mehr ausschlachten muss ...!
  • Wernfried  Müller aus Bregenz
    19.10.2016
    Das wird sich auch mit der Hilfe von Österreichern nicht verändern. Den wer mal als Vorarlberger einen Familienausflug auf Jungfraujoch ( Top of Europe ) machen will der leg mindestens ein Viertel eines Durchschnitt Gehalt ( netto ) für die Berg und Talfahrt hin.
    Soweit ich das noch in Erinnerung habe sind das für 2 Erwachsene und 3 Kinder um die 700 Schweizer Franken. Für eine Berg und Thal Fahrt am Schilthorn – Piz Gloria ( Drehlokal James Bond 007 ) zahlt man por Person 100 Franken. Das kann
  • Chris   Maestrani aus Gossau
    19.10.2016
    .. immer diese jammeris. Jedes Jahr das gleiche. Vernünftige Preise machen und auch mal Servicepersonal einstellen, welche unsere Sprache sprechen. Für 65.- pro Tag fahre ich in in Galtür fast 2 Tage. Ein Mittagessen kostet ca 15.- Euro in der Skihütte. Aber es ist ja einfacher dem CHF die Schuld zu geben. Alle anderen Unternehmen können sich den Wirtschaftlichen Situationen anpassen. Nur unsere Tourismusbranche nicht.