TOKIO - Die schlechten Apple-Maps frusten iPhone-User. Wer auf Rettung durch Google wartet, wird nun enttäuscht: «Wir haben noch keine App eingereicht», sagt Google-Präsident Eric Schmidt.
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«Wir sprechen jeden Tag mit Apple»: Google VR-Präsident Eric Schmidt in Tokio.
(Foto: Reuters)Schmelzende Strassen, Dörfer hinter Wolken - oder die in «Roger-Federer-Arena» umbenannte St. Jakobshalle in Basel. Die Welt lacht über die neuen iOS6-Maps von Apple.
Doch eigentlich ist «Mapocalypse» zum Weinen. Denn Apple hat ohne Not die tollen, detailreichen und korrekten Google-Maps vom iPhone gekickt.
Viele User hofften darum, dass Google wieder eine Maps-App in den App-Store stellt. So wie sie es bei Youtube getan haben. Doch Google-Verwaltungsratspräsident Eric Schmidt persönlich zerstörte in der Nacht auf heute die Hoffnungen.
Ist Google sauer auf Apple?
Bei einer Veranstaltung in Tokio sagt er laut «Reuters» zur Journalisten-Frage nach der Karten-App bloss: «Wir haben noch nichts unternommen.» Und weiter: «Wir sind mit Apple seit langem im Gespräch. Wir reden eigentlich täglich mit ihnen.»
Ist Google etwa eingeschnappt, weil Apple sie rausgekickt hat? Tut Apple bockig? Man weiss es nicht. Im Sinne der User sollten allfällige Streitigkeiten sofort behoben werden. Das einzige was zählt sind korrekte Karten auf dem Handy.
Momentan einzige Lösung: Google Maps via Browser aufrufen: http://maps.google.ch - oder die «Google Earth»-App runterladen.
Die Google-Aktie ist momentan 750 Dollar wert. Das ist der höchste Stand seit dem Börsengang vor acht Jahren. Die Aktie lag schon Ende 2007 über 700 Dollar - sackte dann aber während der Finanzkrise auf deutlich unter 300 Dollar ab. US-Analysten erwarten, dass das Papier bis 850 Dollar steigen kann. (bö)
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