Kantönligeist Porsche-Fahrer fahren günstiger als Tesla-Besitzer

Das ist absurd: Porsche-Fahrer zahlen in Basel rund dreimal weniger Steuern als Besitzer von Tesla-Autos.

 Tesla Übergabe Start-up Blitzzcar. Matthias Rauh, CEO (im Blau) & Maarten van Klooster, General Manager. Winterthur ZH 03.06.2016 Foto: Nicolas Zonvi play
Nicht jeder Kanton erlässt die Motorfahrzeugsteuer für Elektro-Autos. Nicolas Zonvi

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Elektroautos wie ein Tesla sind nicht nur sauber, sondern auch flüsterleise. E-Flitzer sind inzwischen in immer mehr Schweizer Städten anzutreffen. Die Null-Emissions-Fahrzeuge schonen darüber hinaus auch die Ohren der lärmgeplagten Städter.

Halter von Teslas und Co. sollten eigentlich mit steuerlichen Anreizen belohnt werden. Doch wie so oft in der Schweiz hat jeder Kanton seine eigene Regelung, wie sehr man Besitzer von Elektroautos von Steuern entlasten will.

Eine aktuelle Untersuchung des TCS hat ergeben, dass ein Porsche 911er (viel Lärm, hoher Benzinverbrauch) steuerlich fast dreimal günstiger ist als ein Tesla S 70 D. Sage und schreibe 1780 Franken kostet der E-Flitzer aus Kalifornien an Motorfahrzeugsteuer in Basel. 

Ganz anders in Zürich: Der Tesla-Besitzer zahlt hier ausser Stromkosten keinen Rappen an Motorfahrzeugsteuern. So übrigens auch in den Kantonen Genf, Glarus, St. Gallen, Obwalden und Solothurn.

Warum dieser happige Unterschied? Ein Grund liegt darin, dass in vielen Kantonen – wie so auch im Kanton Basel-Stadt – die Besteuerung der Fahrzeuge über die Leistung des Motors geschieht. Sprich: Ein Telsa S 70 D hat rund 525 PS, während ein Porsche 911 «nur» gerade einmal 420 Pferdestärken auf den Boden bringt.

Im Kanton Zürich bedient man sich zur Besteuerung der Fahrzeuge dem Gewicht und dem Hubraum – also dem Fassungsvermögen eines Motors. Im Fall des Tesla ist das Null. 

Sechs Kategorien existieren schweizweit, wie Steuern für Autos erhoben werden. Um sicherzugehen, welche Regelung entsprechend gilt, lohnt sich der Blick auf des Website des jeweiligen Strassenverkehrsamts.

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 04.10.2016
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  • Robert  Roger 05.10.2016
    Ob Tesla, Porsche, VW oder sonst ein Auto. Für die Fortbewegung benötigen sie Strassen. Deren Besteuerung ist an der Leistung bemessen. Tesla Fahrer bezahlen dafür keine Benzinsteuer. Somit wo ist das Problem?
  • Schmid  Martin aus Rümlang
    05.10.2016
    eine Tesla Batterie geht zuerst 2x um den Globus bis sie verbaut wird. Daran ist nichts umweltfreundliches. Besser Porsche fahren.
  • Hans Jakob  Rölli , via Facebook 05.10.2016
    Ich bin mir überhaupt nicht sicher,
    ob diese E-Fahrzeuge überhaupt "umweltfreundlicher" sind.
    Und, wer keine Strassensteuern zahlen will,
    hat einfach nichts auf unseren Strasse zu suchen.
  • René  Widmer aus Ersigen
    05.10.2016
    Wenn nach PS besteuert wird, sollte man dann schon einen Porsche mit gleich viel PS zum Tesla-Vergleich nehmen. Die Aussage in diesem TCS-Bericht stimmt somit zumindest für Basel-Stadt überhaupt nicht.
  • Rolf  Wysshaar 05.10.2016
    Null-Emissionen-Flitzer? Ich lach mich kaputt! Die Herstellung des Autos inklusive Batterie schadet schon mal mehr der Umwelt. Beim fahren zwar keine direkten Emissionen, trotzdem Gummiabrieb etc. Kommt dazu, wenn jeder Tesla fahren würde, wieviele AKW oder Kohle wenn Strom importiert, bräuchte das wohl zusätzlich?? Da weiss man bis heute nicht, wihin mit dem radioaktiven Abfall. Also Tesla gehört MINDESTENS so hoch besteuert wie jedes Auto!