Kaffeerahm-Deckeli-Skandal: Migros kündigt Hitler-Produzent

ZÜRICH - Die Hitler-Kaffeerahm-Deckeli haben für den Hersteller Folgen. Die Migros bricht die Geschäftsbeziehungen per sofort ab.

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In verschiedenen Gastronomie-Betrieben der Schweiz tauchten in den letzten Tagen Kaffeerähmchen mit einem Portrait von Adolf Hitler auf dem Deckeli auf (Blick.ch berichtete).

Die Migros, deren Tochterfirma Elsa die Kaffeerähmchen hergestellt hat, war die Sache wahnsinnig peinlich. Es handle sich um eine «unverzeihliche Fehlleistung».

Anders sieht das der Geschäftsführer der Karo-Versand GmbH, Peter Wälchli. Seine Firma ist für das Hitler-Sujet verantwortlich. Das Deckeli war Teil einer Serie mit 30 Cigar Bands, den Papierbändchen von Zigarren. Die Serie wurde eigentlich nur für Sammler hergestellt, nun landete sie trotzdem in Gastro-Betrieben.

Wälchli sagt darum zu Blick.ch: «Ich habe einfach versucht, 30 verschiedene Cigar Bands zusamenzustellen. Wenn die Leute jetzt nichts Besseres zu tun haben, als sich mit solchen Sachen zu beschäftigen, dann ist das für mich ein Armutszeugnis.»

Für diese Aussage straft ihn die Migros nun ab. Sie schreibt auf ihrer Website: «Diese Äusserungen sind für uns inakzeptabel. Wir distanzieren uns in aller Form von der Karo-Versand GmbH und brechen die Geschäftsbeziehungen per sofort ab.» (sas)

Publiziert am 22.10.2014 | Aktualisiert am 22.10.2014
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  • Ronald  Stalder aus Entlebuch
    22.10.2014
    Die Migros hat das Recht dazu! Nehmen wir an, diese Kaffeerahmdeckeli würden von Nazis produziert. Da müssten wir nicht mal über ein Verbot diskutieren. Und alle die Behaupten, das Fernsehen zeige ja auch Filme über Hitler: Das stimmt, aber es setzt die Handlungen in einen Zusammenhang, was man vom Kaffeerahmdeckeli mit Bestimmtheit nicht sagen kann.
  • Christian  Dürig aus Bern
    22.10.2014
    Bravo Migros für die klare Stellungnahme ! Ich werde Migros wieder besuchen.
  • Brigitte  Muster , via Facebook 22.10.2014
    Wälchlis Aussage und Haltung sind einfach nur dumm. In Deutschland wären solche Abbildungen von Hitler und Mussolini sogar per Gesetz verboten.
    Danke MIGROS - das nenn ich mal klare Haltung.
  • Urs  Hagen , via Facebook 22.10.2014
    Hitler war ein Politiker, ein Regierungschef, ein Despot, ein Diktator oder auch nur ein Wahnsinniger. Heute gibt es Menschen im Hintergrund die schlimmer sind, sie haben teilweise keine Namen sondern sind Organisationen, die Glauben, Wirschaft, Fanatismus oder Irrsinn als Grund nehmen mehr Menschen zu töten als Hitler. Wir sollten uns nicht an einer Zigarrenbanderole stören die uns wieder vor Augen führt dass es nach wie vor viel zu viele Wie Hitler gibt.
  • Norbert  Janowitz 22.10.2014
    Pfui Migros! Jetzt müssen auch noch Kaffeerahm-Deckeli politisch korrekt sein.