Jury-Mitglied Oswald Grübel Das ist das Finanzwort des Jahres 2016

Nach Nullzinspolitik und Frankenschock heisst das neue Finanzwort des Jahres «Negativzinsen».

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Schweizer Wirtschaft mit den Negativzinsen dieses Jahr durchgeschüttelt. Die Minuszinsen sind in aller Munde. Denn sie stellen die Wirtschaft auf den Kopf.

Die SNB ist global am stärksten in den negativen Zinsbereich vorgerückt. Im Kampf gegen die Frankenstärke senkte die Schweizerische Nationalbank die Zinsen bis auf -0,75 Prozent. Sie stelle damit ein weltweit beachtetes «Versuchslabor» dar, heisst es.

Für eine Jury aus Finanzexperten ist der Begriff «Negativzinsen» zum Finanzwort des Jahres 2016. Mit dieser Wahl möchte die Jury zu einer breiten Diskussion über die Folgen der aktuellen Geldpolitik beitragen, heisst es in einer Mitteilung der Migros Bank. Sie organisiert die Wahl zusammen mit dem Finanzportal finews.ch.

Prominentestes Mitglied der Jury ist der ehemalige UBS- und CS-CEO Oswald Grübel (73). Er gilt als scharfer Kritiker der SNB-Geldpolitik. Heute lägen mit Minuszinsen, aufgeblähten Bilanzen und dem Aufdrängen von Krediten die «Massenvernichtungswaffen» bei den Zentralbanken. So zwängen die Zentralbanken die Banken, Geld auszuleihen, was später zu Kreditverlusten führen könne, sagt Grübel zuletzt in einem Interview mit dem SonntagsBlick.

Die Wahl fand dieses Jahr zum dritten Mal statt. Die Finanzwörter der beiden Vorjahre lauteten «Nullzinspolitik» und «Frankenschock». (kst)

Publiziert am 28.11.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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3 Kommentare
  • Adrian  Wettach aus Zug
    28.11.2016
    Oswald Grübel hat natürlich Recht, aber wo sollen den irgendwelche positiven Indikatoren kommen? Die EU ächzt unter ihren Schwellenländer Griechenland, Portugal, etc. Ich sehe keine rose http://www.blick.ch/news/politik/sp-nationalrat-pardini-staenkert-gegen-jositsch-co-zoff-unter-genossen-eskaliert-id5820141.htmlWolken am Himmel, sogar der Wirtschaftsmotor China stottert.
  • Rudolf  Megert , via Facebook 28.11.2016
    Die Schweiz mal als (sehr sehr schlechter) Vorreiter, sonst sind doch die Schweizer eher abwrtend mit neuem, sollen doch andere Laender mal erst probieren. Ist schon viel sagend dass es dann wenns ums Geld ploetzlich moeglich ist, und - natuerlich wie immer - zu Lasten derer welche mit ehrlicher Arbeit Geld verdiehen, niemand sollte sich wundern wenn es wegen solch "abusive" Verhalten mal wieder einen Volkaufstand gibt.
  • Fridolin  Glarner-Walker aus Genf
    28.11.2016
    Was besonders störend ist, dass auch Pensionskassengelder von dieser Negativzinspolitik betroffen sind. Wenn man gegen die Flucht in unsere Währung ankämpfen will, warum nicht alle Kontoinhaber mit Wohnsitz in der Schweiz davon ausnehmen, denn es ist ja unsere eigene Währung. Wenn Vermögenssteuern und Negativzinsen Erspartes auffressen, werden Guthaben so gebunkert, dass sie auch dem Fiskus entgehen.