Jugendliche träumen von Haus, Karriere und Freizeit «Generation Stress» will alles - ausser Ausländer

Erfolg im Beruf, Familie und das eigene Haus: Diese Themen sind für viele Jugendliche zentral. Doch wie wollen sie das alles unter einen Hut kriegen?

CS-Jugendbarometer: Generation Stress will alles auf einmal play
Das Leben der «Generation Stress» spielt sich auf Snapchat und Instagram ab. Keystone/Christian Beutler

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Keinen einzigen Passagier befördert Uber-Heli floppt am WEF
2 Schweizer Homepage sagt es voraus So soll das iPhone 8 aussehen
3 Millionen für Steuerämter Selbstanzeigen lassen die Kassen klingeln

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
57 shares
31 Kommentare
Fehler
Melden

Was wollen Jugendliche im Beruf erreichen? Welche Sorgen beschäftigt die heranwachsende Generation? Diesen Fragen ging die Credit Suisse in ihrem jährlich erscheinenden «Jugendbarometer» auf den Grund. Das ist den in den USA, Singapur, Brasilien und in der Schweiz befragten Jugendliche besonders wichtig.

Mit viel Optimismus

Alle Jugendlichen wollen beruflich hoch hinaus. Karriere und Freizeit gilt als das Mass aller Dinge. Auch beim Thema Wohnen will die erfolgreiche Generation von morgen keine Abstriche machen. Ein eigenes Haus muss sein. Und Familie sowieso. Die Jugendlichen blicken somit mit viel Optimismus in die Zukunft.

Dass lässt die Studienautoren des «Jugendbarometers» zum Schluss kommen, dass sich die 16- bis 25-Jährigen zu einer wahren «Stress-Generation» entwickelt.

Offline sei kein Thema

Gar nichts wissen möchte die heranwachsende Gruppe jedoch von Offline-Oasen. Nur gerade 25 Prozent gönnen sich Internet- und Handy-freie Momente. Der Rest chattet, surft und starrt ins Smartphone, was das Zeug hält.

Senkrechtstarter in der Schweiz ist Snapchat. Die Nutzung des Mitteilungsdiensts aus den USA, der Fotos und Videos in den Mittelpunkt stellt, läuft anderen Kommunikations-Apps und Messaging-Tools zusehend den Rang ab, heisst es in der CS-Studie.

Die 16- bis 25-Jährigen setzen aber nicht nur in der Kommunikation auf digitale Kanäle: Auch die Medien werden immer häufiger online genutzt. 62 Prozent der Jugendlichen nutzen für die tägliche Information vorwiegend Gratiszeitungen, wie zum Beispiel den «Blick am Abend».

Sorge um Zuwanderung

Sorgen bereitet den Schweizer Jugendlichen vor allem die Migration und die damit verbundene Flüchtlingsthematik. 46 Prozent der Befragten nannten das Thema «Flüchtlinge» als «grösstes Problem der Schweiz», gefolgt vom Thema «Ausländer und Zuwanderung» mit 45 Prozent.

International unterscheiden sich die Hauptsorgen jedoch. So wird in den USA die Arbeitslosigkeit und Angst vor Terrorismus als wichtigste Sorge genannt. In Brasilien ist es die Korruption, in Singapur ebenfalls die Gefahr durch Terrorismus.

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
teilen
teilen
57 shares
31 Kommentare
Fehler
Melden

31 Kommentare
  • Heidi  Engel , via Facebook 05.10.2016
    Alles soll Digitalisiert werden, Menschen sollen durch Roboter Ersetzt werden, ja die Nächste Generation wird es nicht leicht haben wenn sie sich jetzt schon sollche Vorstellungen jetzt machen!!!
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    04.10.2016
    Soso, Karriere, eigenes Haus.... dabei haben viele nicht mal das nötige Rüstzeug für eine anständige Berufslehre und ein Fabrikarbeiter wird sich kein Haus leisten können.... ich frage mich wie realistisch die Jungen das wirklich sehen....
    • Paulo  Suizo , via Facebook 04.10.2016
      leider haben zuvile jugendliche ausser grossen und grössten wünschen nicht zu bieten, denn was die schulische leistung angeht, kann ein handy oder ein computerspiel, in keiner weise die stunden des lernens ersetzen. bei vielen jugendlichen ist ausserhalb handy und apps nur noch bahnhof in den augen zu lesen..... genau solche leute wird es im zukünftigen arbeitsmarkt immer weniger brauchen.... das heisst viele der schulabgänger ohne lehre und berufsabschluss werden sozialfälle .... SCHADE !
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      05.10.2016
      Absolut korrekt Herr Suizo: und dann werden uns noch mehr Fachleute fehlen und woher nehmen???? Die Politik - sorry, die bürgerlichen allen voran - haben es vor Jahren verpasst die Bildung zu stärken! Ich bin froh dass man die Kürzungen dieses Jahr nicht durchsetzen konnte, das wäre noch übler!!
  • Ernst  Ruetimann aus Trang
    04.10.2016
    Wo bleibt da die Zeit zu Arbeiten , bei dem staendigen chatten und rumsurfen .- Ausserdem koennen nicht Alle studieren ; jemand muss auch noch die taeglichen Arbeiten verrichtenn .- Auch ich zehre von meinen einbezahlten Beitraegen in die AHV . Und ja , auch ich habe vergessen ein paar Gofen in diese verrueckte Welt zu setzen .-
    • Marcel  Amgwerd aus Solothurn
      04.10.2016
      Bevor ein reiches Land wie die Schweiz,die eigene Jugend in die Fabriken und "einfache Jobs" schickt (von denen es immer weniger gibt),wäre es wohl besser zuerst einmal die Nachfrage nach Hochqualifizierten zu befriedigen, die in Zukunft noch steigen wird - ergo studieren zu wenig! Zudem müssen die Jungen von heute deutlich anspruchsvolleren Kriterien genügen und sich gegen eine globale Konkurrenz durchsetzen - trotz chatten und iPhone! Evtl. einfach zu wenig Zeit um am Stammtisch zu quatschen?
  • Stefan  Buttliger 04.10.2016
    Smile...
    scheinbar gibt es unter den heutigen jungen Erwachsenen wieder mehr solche, die den Realitäten ins Auge sehen und Rechnen können!
    Ein Ziel zu haben, ist nie falsch!
    "Wer nicht weiss, wohin er segelt - findet selten einen Hafen..."
    Ich finde es bemerkenswert, wenn die Jungen das Schmarotzertum ablehnen und dafür selber Gas geben - von Nichts kommt nichts!
    In Kenntnis dieser Fakten, sollte nun der Bundesrat "zukunftsgerichtet" für die SCHWEIZ handeln - auch, für unsere Jungen!
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    04.10.2016
    Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Die Jungen wollen ins Ausland in die Ferien, dort arbeiten oder einfach auch reisen. Sie wollen von der globalen Wirtschaft und Netzwerken wie Facebook etc. profitieren, ihr Leben aber abschotten. Irgendwie kommt es mir vor, als ob nur noch vom positiven profitiert werden soll aber die negativen Seiten werden nicht gewünscht. Alles hat seine positiven und negativen Seiten.
    • Ivano  Maltrani aus Massagno
      04.10.2016
      Meine Jugend ist auch schon 30 Jahre her und wir waren überhaupt nicht anders. Und überhaupt. Alle profitieren wenn Sie können. Auch wir sind so. Die Jungen sind viel besser als man immer wieder behauptet.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      05.10.2016
      Herr Maltrani: nur hatten wir damals das Problem von zuvielen guten Bewerbern auf eine Lehrstelle und heute können wichtige Jobs aus dem handwerklichen Bereich nicht mehr besetzt werden, weil die Kids teilweise das schulische Rüstzeug nicht mehr mitbringen!