Jobabbau bei Roland: Schweizer Salzbretzeli werden rumänisch

MURTEN FR - Der Brezel- und Zwiebackhersteller Roland schliesst eine Produktionslinie und streicht 20 Stellen. Dafür baut das Mutterhaus Cornu in Rumänien eine neue Fabrik für sieben Millionen Euro.

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Marc-André Cornu, Chef des Brezel- und Zwiebackherstellers Roland, will in Rumänien eine neue Fabrik bauen. Zvg

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Das ist harter Zwieback: Seit 1939 wird in Murten FR Knäckebrot gebacken – jetzt will der traditionelle Backkonzern Roland einen Teil der Produktion einstellen. Im Werk in Murten wird in absehbarer Zeit eine von sechs Produktionslinien schliessen. Jene, an der bisher glutenfreies Knäckebrot vom Band lief.

Die Folge: 20 Stellen fallen weg. Das bestätigt Firmeninhaber Marc-André Cornu gegenüber den «Freiburger Nachrichten».

Der starke Franken macht der Brezelfirma zu schaffen. Roland besetzt seit längerem keine neuen Stellen und setzt auf Temporär-Arbeiter. «Ein Teil der Angestellten erhält die Möglichkeit, im Cornu-Mutterhaus in Champagne VD zu arbeiten», sagt der Waadtländer Unternehmer. 

Neue Fabrik in Rumänien 

Die wirtschaftlich schwierige Lage hält Cornu aber nicht davon ab, in Rumänien zu investieren. Für sieben Millionen Euro will er eine neue Fabrik bauen, die Platz für 13 Produktionslinien bietet. Der Abbau in Murten sei eine erste Konsequenz des wachsenden Kostendrucks. Weitere Schritte könnten folgen: «Die Zukunft ist ungewiss. Doch es ist sicher, dass es für eine Firma wie die unsrige schwierig ist, unter diesen Umständen in der Schweiz zu produzieren», so Cornu. 

Damit ist in Murten eine Industrietradition bedroht. Gemäss eigenen Angaben ist Roland der umsatzstärkste Hersteller von Dauerbackwaren und Laugenapérogebäck auf dem Schweizer Markt. 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Ausland. Seit 2008 gehört Roland zur Cornu-Gruppe. In den Werken in Champagne und Murten arbeiten insgesamt 360 Personen.

Publiziert am 29.03.2016 | Aktualisiert am 29.03.2016
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42 Kommentare
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    30.03.2016
    Tja, Roland.. die Produkte liegen wie Blei in den Läden. Wer will schon Salzstängeli ohne Fett ? Da wäre eine Rezepturänderung nötig. Früher waren die Roland-Salzstängeln und Brezeli gut, jetzt nicht mehr. Das kommt davon, wenn man diesen Ernährungswissenschaftlern folgt.. die übrigens einen Haufen Blödsinn erzählen.
  • E.  Ryf 30.03.2016
    Wenn es billiger ist, die Produkte in Rumänien herzustellen und die fertigen Produkte in die Schweiz zu transportieren, als die Produkte in der Schweiz herzustellen, muss man sich fragen, ob nicht die Transportkosten viel zu niedrig sind..... eine Konsequenz wäre: Solche Produkte im Laden stehen lassen!
  • Charly  aus Belp
    30.03.2016
    Wird endlich Zeit dass da etwas geht, zum glück haben wir einmal mehr die Amerikaner die so was erkennen und auch aufnehmen, in Europa sind solche Methoden der Pharmalobby noch viel ausgeprägter, da werden Ärzte in Luxus Seminaren eingeladen um ihre Medis an den Mann/Frau zu bringen, ich war auch Opfer bis ich gemerkt habe dass es mir immer schlechter geht statt besser, habe schlussendlich diese Tabletten abgesetzt, nun bin ich wieder Fit und habe Energie
  • René   Kocher 30.03.2016
    Mal bei der Migros und Coop nachschauen, was die in diesem Bereich in ihren Produktionsbetrieben in der Schweiz herstellen oder aus echten Schweizer Betrieben beziehen.....und bei beiden als Genossenschafter beitreten, dann knabbere ich sozusagen in die eigene Tasche.
  • Marco  Widmer aus Würenlingen
    30.03.2016
    Die Schweiz ist nicht zu teuer die EU ist viel zu billig. Das ist das grosse Problem