Jetzt hat sie mehr Zeit für Sport Werbe-Kuh Lovely wird zwangspensioniert

ZÜRICH - Sie ist die bekannteste Kuh der Schweiz. Und für jeden Spass zu haben. Nun geht es Lovely an den Kragen. Die Milchwirtschaft kritisiert die Kampagne. Und will künftig mehr auf Swissness setzen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Am WEF hielt der US-Vizepräsident seine letzte Rede Biden warnt vor Trump
2 Zwei Jahre Frankenschock Wir werden immer noch abgezockt
3 Mittagessen mit Hollywood-Traumpaar Clooneys exklusive Tafelrunde

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

Sie ist unbestritten eine der bekanntesten Werbefiguren der Schweiz. Seit 1993 ist Kuh Lovely in diversen TV-Spots zu sehen. Mal spielt die schwarz-weisse Holstein-Kuh Fussball wie ein brasilianischer Supertechniker, dann zeigt sie einem Stierkämpfer den Meister oder stürzt sich todesmutig von einer Schanze in die Tiefe.

Jetzt steht die Werbeikone offenbar kurz vor der Zwangspensionierung, wie die Handelszeitung berichtet. Milchverarbeiter Emmi etwa stört sich daran, dass nur gesundheitliche Vorzüge von Milch im Vordergrund stehen. «Gefragt wären Kampagnen, welche die Vorzüge von Schweizer Milchprodukten zeigen – etwa die grünlandbasierte und tierfreundliche Produktion», sagt eine Emmi-Sprecherin.

Lovely hat ihre Seele verloren 

Sogar Werber Matthias Freuler, der Erfinder von Lovely, glaubt nicht mehr so recht an seine Kuh. «Dank modernster Animationstechnik kann Lovely zwar heute absolut jedes Kunststück vollbringen, aber dafür hat sie auch ihre Seele verloren», sagt er der «Handelszeitung».

Man müsse vermehrt vermitteln, was die einheimische Milch von der ausländischen Billig-Konkurrenz unterscheide, fordert Stefan Kohler. Für den Chef der Branchenorganisation Milch ist klar: «Werbung, die so stark auf die Gesundheit fokussiert, mag in einem geschützten Markt funktionieren.» Heute muss sich die Milchwirtschaft im globalisierten Markt behaupten.

Zeit also für Lovely, sich einen neuen Job zu suchen.

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 24.12.2016
teilen
teilen
2 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

4 Kommentare
  • Hanspeter  Niederer 22.12.2016
    @Heiniger: Bravo, Sie sind noch immer einige der wenigen Personen, welche um die gesundheitsschädlichen Effekte von Kuhmilchprodukten wissen. Zusätzlich zu der Osteoporose-fördernden Wirkung von Milchprodukten sind sie auch für die hohen Brust- und Prostatakrebs-Raten in den Ländern mit hohem Milchproduktekonsum verantwortlich. In Milchprodukten sind überdies Transfettsäuren enthalten - die gesundheitsschädlichsten Fette überhaupt. Sie fördern die Gefäss-"Verkalkung".
  • Annemarie   Setz 22.12.2016
    Finde ich echt schade, dass Lovely in Pension gehen muss. Das war eine der wirklich lustigen Werbungen im Gegensatz zu dem Gesäusel um Kinder die in übersüsster Schoggi mit Inhalt "gesunde Milch " zu sich nehmen sollen.
  • Heiniger  Silvia 22.12.2016
    Kuhmilch ist so wieso nur für das Kalb und NICHT für den Mensch gedacht, resp geeignet.
    Gesundheitlich wäre es wirklich mal gut, das die Milchproduzenten nachhaltig eruieren würden. Auch die Schulmedizin!
    Milch verschleimt nachhaltig unser Darm, und stärkt NICHT wie immer kund getan wird, die Knochen. Im Gegenteil, nachhaltig kann Milch Arthrose etc auslösen!
    Es gibt genügend Produkte, die uns Eiweiss und Calcium etc liefern und nicht nachhaltig negativ Auswirkungen haben.
  • Markus  Seger aus Ittigen
    22.12.2016
    Als ob es in der Fernsehwerbung nicht schon genug Spots gäbe, in denen glückliche Viecher im goldenen Abendlicht auf prächtig blumigen Wiesen weiden, begleitet von einer markigen Off-Stimme, die irgend einen Käse zum besten gibt.
    Lovely war da schon ein ganz anderes Kaliber! Schade, dass sie gehen muss.