BERN -
Die Krise ist vorbei. Das sollen nun auch die Arbeitnehmer spüren, fordern Gewerkschaften. Und verlangen mehr Lohn.
Eben erst konnten die grossen
Unternehmen gute Zahlen vorlegen: Die Auftragsbücher sind gefüllt. Der
Handel zieht wieder an.
Nachdem es in den vergangenen Jahren wegen der Krise darum ging, Stellen zu retten und es bei den Löhnen vielfach eine Nullrunde gab, sollen jetzt nicht nur Manager vom Aufschwung profitieren, sondern auch die Arbeitnehmer.
Die Gewerkschaften Syna und Transfair lancieren die Lohnrunde 2010. Sie fordern eine Lohnerhöhung von bis zu 3 Prozent.
Syna begründet die Lohnforderung mit den steigenden Lebenshaltungs-Kosten:
- Die Teuerung liegt bei über 1 Prozent.
- Die Krankenkassen-Prämien sind im vergangenen Jahr im Schnitt um 3 Prozent angestiegen und werden auf 2011 nochmals massiv teurer.
- Im kommenden Jahr werden voraussichtlich die Lohnnebenkosten steigen: Sprich um die marode Arbeitslosenversicherung zu sanieren, werden die Lohnabzüge erhöht.
- Um das Loch in der Invalidenversicherung zu stopfen, wird vorübergehend die Mehrwertsteuer erhöht werden.