Jetzt droht die Kotelett-Krise

  • Publiziert: 28.04.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Matthias Pfander
play Wegen der Angst vor der Vogelgrippe ging in der Schweiz von 2004 bis 2006 der Konsum von Geflügelfleisch deutlich zurück.

ZÜRICH – Die Vogelgrippe hat stark auf den Konsum von Poulet-Fleisch gedrückt. Dasselbe Szenario droht jetzt beim Schweinefleisch.

Die Vogelgrippe hielt die Welt vor allem in den Jahren 2003 und 2004 in Atem. Und sie sorgte dafür, dass in der Schweiz weniger Poulet gegessen wurde. «Beim Pouletfleisch hat sich die Angst vor der Vogelgrippe im Pro-Kopf-Konsum deutlich niedergeschlagen», sagt Mike Schneider von Proviande, dem Schweizer Fleischverband.

In den Zahlen der Statistik ist das klar ersichtlich. Nach 2003 gab es einen richtigen Vogelgrippe-Knick (siehe Grafik). Dasselbe droht jetzt beim Schweinefleisch.

Ausgerechnet beim Schweinefleisch, das in der Schweiz weitaus am meisten konsumiert wird. Laut den neusten Zahlen waren es 25.2 Kilogramm pro Kopf im letzten Jahr. Das ist rund die Hälfte des gesamten Fleischkonsums von Herrn und Frau Schweizer.

Die Zurückhaltung der Konsumenten würde sich deshalb viel stärker auswirken als beim Geflügel. Erst recht jetzt, kurz vor dem Start der Grillsaison.

Fakt ist: Beim Konsum von Schweinefleisch droht keine Gefahr. Erst recht, wenn man es gut durchbraten lässt, . Mindestens über 72 Grad muss es erhitzt werden. Doch die Erfahrung bei der Vogelgrippe hat gezeigt, dass die Konsumenten trotz Entwarnung und Aufklärung sensibel reagieren.

Werden Sie wegen der Schweinegrippe weniger Schweinefleisch essen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

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