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Griechische Pensionäre an einer Demonstration im Juli (Symbolbild). (Keystone)
ATHEN - Die griechischen Behörden überprüfen verdächtige Rentenzahlungen. Das traurige Ergebnis: Viele Griechen erschleichen sich ihre Renten.
In Griechenland erschleichen sich Bürger trotz intensiver Kontrollen Zuschüsse und Renten. Die Behörden können für jede zehnte Rente nicht sicher feststellen, ob sie rechtmässig ist und an wen sie genau ausgezahlt wird. Das meldet die Nachrichtenagentur «AWP».
Der Chef der Behörde, die die Bücher der Rentenkassen prüft, sagte heute im griechischen Radio. «Etwa jede zehnte Rente kann nicht richtig verifiziert werden, an wen sie denn geht», sagte der Chef der Kontrollbehörde Charis Theocharis.
Neue Kontrollen sollen nun klären, «was Sache ist», hiess es. Nach einer Verordnung des Arbeitsministeriums müssen alle Rentenkassen bis zum 17. August detaillierte Listen mit den Renten vorlegen, bei denen es Zweifel gibt.
Unterdessen ordnete die Staatsanwaltschaft von Athen umfangreiche Kontrollen in allen Regionen des Landes an. Alle diejenigen, die sich Renten oder Zuschüsse erschleichen sollen sofort zur Rechenschaft gezogen werden, berichtete das griechische Fernsehen unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
Die Ermittlungen richten sich nicht nur gegen die Bezieher der Renten und Zulagen sondern auch gegen Kassenangestellte und Ärzte, die für die Bewilligung verantwortlich waren. Neben Einsparungen erhofft man sich auch Einnahmen durch mögliche Rückzahlungen.
Die Behörden nehmen ausserdem auch angeblich Blinde ins Visier. Kontrolleure haben auf der Ionischen Insel Zakynthos festgestellt, dass statt angeblich 700 Betroffenen tatsächlich nur 60 blind waren. Zu ähnlichen Ergebnisse kam es auch auf der Insel Chios im östlichen Mittelmeer. (cst)
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