Orange kauft Sunrise «Ja, es wird einen Stellenabbau geben»

  • Publiziert: 25.11.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

ZÜRICH - Die Chefs von Orange und Sunrise informieren, was der Milliarden-Deal bringen soll. Für die Mitarbeiter stehen schwierige Monate bevor.

Wer profitiert von der Übernahme von Sunrise durch Orange? Für diese Frage haben die Verantwortlichen bei den beiden Firmen zig Antworten parat: Mehr Marktanteile, geringere Kosten, attraktives Angebot. Doch den Mitarbeitern stehen jetzt Monate voller Ungewissheit bevor.Sunrise-Verwaltungsrat Jens Alder bestätigte gegenüber Blick.ch: «Ja, es wird einen Stellenabbau geben.» Zum Zeitpunkt und dem Umfang wollte er sich aber nicht äussern.Für die beiden Unternehmen ist klar, sie sparen massiv Geld durch das Zusammengehen. Von 3,2 Milliarden Franken ist die Rede. Wie viele Jobs dem Zusammenschluss zum Opfer fallen werden, ist noch unklar.Es sei noch zu früh, dazu etwas zu sagen, war von Orange-Chef Thomas Sieber zu hören.Zustimmung im nächsten SommerZuerst steht jetzt einmal die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde an. Bei Orange erwartet man den Entscheid für den Sommer 2010.Laut dem Deal bleiben der Sunrise-Muttergesellschaft TDC vorerst 25 Prozent am Unternehmen. Doch der nächste Schritt wird sein, dass sich TDC ganz zurückziehen werde. Das sagt der Sunrise-Verwaltungsrat und ehemalige Chef von TDC, Jens Alder.Alder wechselte nach seinem Abgang bei Swisscom an die Spitze von TDC. «Sunrise ist eine attraktive Braut», sagte er. Derzeit leitet er die Informatik-Taskforce von Verteidigungsminister Ueli Maurer. Im VBS soll er das IT-Chaos aufräumen. (pft)Weniger Handy-AntennenDie gute Nachricht für die Bevölkerung: Wegen der Übernahme von Sunrise durch Orange wird es weniger Handy-Antennen in der Schweiz geben. Das versprachen heute Orange und Sunrise. Die Rede war von 30 Prozent weniger Antennen von den bereits geplanten.

Top 3

1 156-Mio-Busse! Weil BMW die Schweizer Kunden benachteiligtebullet
2 Grösser, besser, billiger? Rabatt-Schlacht im TV-Geschäftbullet
3 Wegelin-Fall US-Richter nimmt Raiffeisen ins Visierbullet

Wirtschaft