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Das Hotel Burj, Symbol des Booms in Dubai. Auch Roger Federer besitzt ein 600-Quadratmeter-Penthouse im Wüstenstaat. (Urs Homberger)
Es geht um 60 Milliarden US-Dollar (ca. 60 Milliarden Franken). Das sind die astronomisch hohen Schulden von Dubai World, des staatlichen Investmentkonzerns. Das Super-Hotel Burj al-Arab und die künstlichen Inseln vor Dubai, das sind die Symbole des Immobilienbooms in diesem Emirat.
Ist alles nur auf Sand gebaut? Jedenfalls hat die Regierung von Dubai jetzt die Gläubiger um einen Aufschub für die Rückzahlung der Kredite gebeten, meldet die «Financial Times Deutschland».
Ein absoluter Schocker! Bisher galten die Emirate wie Dubai und Abu Dhabi, aber auch Qatar und Kuwait als kluge Investoren. Die ihre Öl-Milliarden nutzen, um in die Zeit nach dem Öl zu investieren. Sie kauften Beteiligungen in der deutschen Auto-Industrie, fördern nachhaltige Energien. Und investieren in unsere Grossbanken Credit Suisse und UBS!
Und jetzt dies. Offenbar ist der Immobiliensektor schuld. Immer gigantischere Projekte wurden in den letzten Jahren aus dem Sand gestampft. Derzeit entsteht der höchste Wolkenkratzer der Welt dort. Doch die Kredite, die Dubai dafür brauchte, sind offenbar sogar für dieses Öl-Paradies zu viel. Die Ankündigung, keine Rückzahlung leisten zu wollen, dürfte schwerste Schockwellen durch die internationale Finanzwelt senden. (snx)