Ergebnis Investmentbanking reisst Credit Suisse runter

  • Publiziert: 09.02.2012
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Konzernchef Brady Dougan gibt sich enttäuscht über die Resultate seiner Bank.

(sda)

Credit Suisse: Restrukturierungskosten, der Rückzug aus bestimmten Geschäftsfeldern und der Abbau von Risikopapieren wiegen schwer - besonders im vierten Geschäftsquartal 2011.

Die Credit Suisse hat im vierten Quartal 2011 einen Verlust von 637 Millionen Franken erlitten. Die Kosten für Restrukturierungen, der Rückzug aus bestimmten Geschäftsfeldern und der Abbau von Risikopapieren wiegen schwer, wie die Grossbank am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hatte die zweitgrösste Schweizer Bank noch 841 Millionen Franken Gewinn erreicht.

CEO Brady Dougan gibt sich den auch nicht zufrieden: "Unser Ergebnis im vierten Quartal 2011 ist enttäuschend", so der Konzernchef. Es spiegle das schwierige Marktumfeld sowie die Auswirkungen der Massnahmen, welche die Bank zur raschen Anpassung des Geschäftsmodells an die neuen Marktbedingungen und die veränderten aufsichtsrechtlichen Bestimmungen getroffen habe.

Die Kosten für den Konzernumbau mit der Streichung von rund 3500 Stellen, der Rückzug aus Geschäftsfeldern und der Abbau von Risikopapieren kostete die Bank fast eine Milliarde Franken, wie bekannt wurde. Allerdings läuft auch das Kerngeschäft schlecht.

Das Investmentbanking bescherte der Bank im vierten Quartal einen Verlust vor Steuern von 1,31 Milliarden Franken. Im Vorjahr war die Sparte mit 558 Millionen Franken Gewinn noch profitabel gewesen.

Stabile Vermögensverwaltung

Die Vermögensverwaltung für reiche Kunden, das Private Banking, brachte im vierten Quartal 467 Millionen Franken Vorsteuergewinn, etwa die Hälfte des Ergebnisses vom Vorjahr. Der Vermögensverwaltung gelang es aber, über das Jahr hinweg unter dem Strich 44,5 Milliarden Franken Neugelder anzuziehen.

Im Gesamtjahr 2011 hat die Bank einen massiven Gewinneinbruch erlitten, der Abschluss liegt weit unter den Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr 2011 meldet die Grossbank einen Gewinn von 1,95 Milliarden Franken, weniger als die Hälfte der 5,1 Milliarden Franken von 2010.

Enttäuschung für Banker und Aktionäre

Zu spüren bekommen das schlechte Ergebnis auch die Mitarbeiter: Wie die CS ebenfalls am Donnerstag bekannt gab, wird der Topf für variable Vergütungen um 41 Prozent geringer gefüllt sein als im Vorjahr. Die Aktionäre erhalten 0,75 Franken Dividende, nach 1,30 Franken im Vorjahr.

Auch die Zukunft birgt Unsicherheiten: Die CS gehört zu 11 Schweizer Banken, die derzeit im wieder eskalierenden Steuerkonflikt mit den USA im Visier der amerikanischen Behörden stehen. Für eine mögliche Strafzahlung an die US-Behörden hat die CS im dritten Quartal 295 Millionen Franken zurückgelegt.

Dennoch ist Konzern-Chef Dougan voll Hoffnung: Der gute Start ins Jahr 2012 stimme aber zuversichtlich, sagte Dougan. 

(sda/uro)

Kommentare (4)

  • Pavel  Muser , St.Gallen
    Habe alles Geld zur Migrosbank überwiesen! Die Schwarzgeldbanken machen sowieso wieder weiter nacher!
    • 09.02.2012
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  • Kurt  Dubach , Bern
    Das Gejammer schon wieder, mal vordenken, und nicht einfach sprechen, das Volk muss ja bezahlen!
    • 09.02.2012
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  • Thaddeus  Appenzeller
    Hoffentlich sammelt die Glückskette für die armen Banker, die jetzt weniger Bonus bekommen werden.
    • 09.02.2012
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  • Tom  Müller
    Gibt dieser Versager Brady nun einen Teil seiner überrissenen Boni zurück, die er abgezockt hat!?
    • 09.02.2012
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