Internet Instagram greift mit selbstlöschenden Bildnachrichten Snapchat an

San Francisco – Das zum Facebook-Konzern gehörende Fotonetzwerk Instagram greift mit neuen Funktionen den Konkurrenten Snapchat an. Nutzer können über den Messenger-Dienst Direct jetzt auch Fotos und Videos senden, die direkt nach dem Betrachten automatisch gelöscht werden.

Instagram greift Snapchat an: Live-Video & selbstlöschende Bilder play
Instagram bietet neu selbstlöschende Nachrichten an - bisher das Markenzeichen von Konkurrent Snapchat. KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

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Wenn der Empfänger die Inhalte speichert oder per Screenshot aufnimmt, wird der Absender informiert, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Damit übernimmt Instagram die Kernfunktion von Snapchat. Der Messengerdienst erlaubt es seinen Nutzern, Videos, Bilder und Textnachrichten zu schicken, die nach dem Ansehen wieder verschwinden.

Das zieht vor allem jüngere Smartphone-Nutzer an; bei ihnen ist Snapchat sehr beliebt. Der Dienst hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Nutzer. Viele Analysten sehen Snapchat als gefährlichsten Konkurrenten für Facebook.

Die neuen Instagram-Funktionen sind nach Angaben des Unternehmens ab sofort und weltweit verfügbar. Daneben kündigte das Netzwerk an, «in den nächsten Wochen» Live-Videoübertragungen zu ermöglichen.

Diese sollen ebenfalls nur im Augenblick des Geschehens zu sehen sein und danach sofort verschwinden. Auch hier ahmt Instagram die Konkurrenz nach: Die Funktionen ähneln denen der zum Kurzbotschaftendienst Twitter gehörenden Video-App Periscope.

Instagram hat etwa 500 Millionen Nutzer. Davon verwenden nach Unternehmensangaben mehr als 300 Millionen den Messengerdienst Direct. Facebook hatte das Netzwerk im Frühjahr 2012 gekauft.

Der Internetriese versuchte vor einigen Jahren auch, Snapchat zu übernehmen, hatte aber keinen Erfolg. Seither verlegt sich Facebook darauf, verschiedene Funktionalitäten des Anbieters nachzumachen. Analysten sehen Snapchat als gefährlichsten Konkurrenten von Facebook. (SDA)

Publiziert am 22.11.2016 | Aktualisiert am 22.11.2016
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