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Jeder zweite Musik-Download ist nach Angaben des japanischen Branchenverbandes Riaj legal. Weltweit kommen dagegen auf einen bezahlten Titel zwanzig illegal beschaffte Musikstücke.
Die japanische Musikindustrie konnte ihre Onlineverkäufe innerhalb von zehn Jahren so weit steigern, dass sie heute 20 Prozent der Gesamtumsätze ausmachen. Der Verkaufsrückgang bei LPs, CDs und Musik-DVDs wurde so zum Teil aufgefangen.
Handy sei Dank
Der Ausnahmetrend ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Japaner sich ihre Musik zu 90 Prozent aufs Handy herunterladen, das ihnen gleichzeitig als MP3-Player dient. Meist werden legale Anbieter gewählt, weil Japaner kostenlosen Angeboten traditionell mit Misstrauen begegnen.
72 Prozent der Konsumenten sagten bei einer Umfrage, dass sie im Schnitt maximal einen Titel pro Monat ohne Bezahlung herunterladen, und dann mit schlechtem Gewissen. (SDA)