
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Wie hoch ist das Konkursrisiko Schweizer Firmen? Um dies zu ermitteln, analysierte der Bonitätsdienstleister Dun & Bradstreet (D&B) 21 Branchen im gesamtschweizerischen Vergleich. Dazu wurden die Insolvenzen im Januar 2012 im Verhältnis zum Bestand an Firmen in der jeweiligen Branche betrachtet.
Das Ergebnis: Im Januar bestand das höchste Konkursrisiko bei den Präzisionsinstrumenten und Uhren.
Doch auch das Gastgewerbe und Handwerksbetriebe hatten im ersten Monat des Jahres 2012 eine stark überdurchschnittliche Insolvenzrate. Allerdings ist etwa im Gastgewerbe auch die Gründungsintensität, sprich die Anzahl Gründungen zum Bestand der Firmen in der jeweiligen Branche, besonders hoch.
Kaum Insolvenzfälle gab es dagegen in diesen Branchen: Architekturbüros, Personalvermittlung, Holz- und Möbelindustrie, Immobilienmakler und -Verwaltungen sowie chemische Industrie und Pharma.
Bei letzteren war das Konkursrisiko weniger als halb so hoch wie der gesamtschweizerische Durchschnitt. Hier gilt: Holz- und Möbelindustrie sowie im Bereich Immobilien gabs besonders wenig Neugründungen.
Laut D&B gab es im Januar in der ganzen Schweiz 336 Fälle, bei denen der Konkurs aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit eröffnet wurde. Dass heisst, diese Firmen wurden insolvent und konnten ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.
Gegenüber Januar 2011 nahmen die Konkurse zum Vergleichsmonat diesen Jahres um 21 Prozent zu. Bis auf die Zentralschweiz und das Tessin kletterte die Zahl der Insolvenzen in allen Regionen der Schweiz. (uro)
Kommentare (3)