Mehr Firmen gehen Konkurs In diesen Branchen sind Jobs gefährdet

  • Publiziert: 22.02.2012

Laut einer aktuellen Analyse ist das Insolvenzrisiko im Gast- und Baugewerbe besonders hoch. Andere Branchen bieten mehr Jobsicherheit.

Wie hoch ist das Konkursrisiko Schweizer Firmen? Um dies zu ermitteln, analysierte der Bonitätsdienstleister Dun & Bradstreet (D&B) 21 Branchen im gesamtschweizerischen Vergleich. Dazu wurden die Insolvenzen im Januar 2012 im Verhältnis zum Bestand an Firmen in der jeweiligen Branche betrachtet.

Das Ergebnis: Im Januar bestand das höchste Konkursrisiko bei den Präzisionsinstrumenten und Uhren.

Doch auch das Gastgewerbe und Handwerksbetriebe hatten im ersten Monat des Jahres 2012 eine stark überdurchschnittliche Insolvenzrate. Allerdings ist etwa im Gastgewerbe auch die Gründungsintensität, sprich die Anzahl Gründungen zum Bestand der Firmen in der jeweiligen Branche, besonders hoch.

Mehr Arbeitsplatzsicherheit in diesen Branchen

Kaum Insolvenzfälle gab es dagegen in diesen Branchen: Architekturbüros, Personalvermittlung, Holz- und Möbelindustrie, Immobilienmakler und -Verwaltungen sowie chemische Industrie und Pharma.

Bei letzteren war das Konkursrisiko weniger als halb so hoch wie der gesamtschweizerische Durchschnitt. Hier gilt: Holz- und Möbelindustrie sowie im Bereich Immobilien gabs besonders wenig Neugründungen.

Mehr Konkurse als im Vorjahr

Laut D&B gab es im Januar in der ganzen Schweiz 336 Fälle, bei denen der Konkurs aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit eröffnet wurde. Dass heisst, diese Firmen wurden insolvent und konnten ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Gegenüber Januar 2011 nahmen die Konkurse zum Vergleichsmonat diesen Jahres um 21 Prozent zu. Bis auf die Zentralschweiz und das Tessin kletterte die Zahl der Insolvenzen in allen Regionen der Schweiz. (uro)

Kommentare (3)

  • Adrian  Teuscher , Oey
    Supergesunde Entwicklung, KMUs gehen Konkurs, Megafirmen sahnen gross ab. In ein paar Jahren haben wir nur noch ein von den Grossfirmen diktierter Einheitsbrei zur Auswahl, schade!
    • 23.02.2012
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  • Hans   von Atzigen
    Die EU -Misere wird sich zwangsläufig auch durch die Schweiz fressen. Nanu dank vernbleiben in diesem Idiottenkonstrukt EU bleibt der Schweiz für die Zukunft wenigstens die Nationale Souveränität erhalten.
    • 22.02.2012
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  • Jörg  Trachsel
    Es ist ja nicht verwunderlich,dass die Baubranche anfällig ist. Die Schweiz soll noch mehr Ausländische Firmen âuf den schweizer Arbeitsmarkt lassen,die mit dumpingpreisen die Einheimischen Firmen ausstechen, aber von den "Pfuscharbeiten", die die meisten dieser "Meisterbetrieben" abgeben,spricht niemanden! Da sollten sich unsere Politiker einmal gedanken darüber machen,wie das in der Zukunft weiter gehen sollte!
    • 22.02.2012
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