Immerhin schwarze Zahlen Credit Suisse macht 41 Millionen Franken Gewinn

ZÜRICH - Die Grossbank hat im dritten Quartal einen Gewinn von 41 Millionen Franken erwirtschaftet. Damit hat die Credit Suisse die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt.

CS-CEO Tidjane Thiam schafft schwarze Zahlen: Mässiges Quartal play
«Ich bin überzeugt, dass sich der Aktienkurs erholen wird, sobald wir Resultate liefern», sagte CS-Chef Tidjane Thiam im Sommer zur «NZZ am Sonntag». JEAN-CHRISTOPHE BOTT

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Immerhin erneut den schwarzen Zahlen: Nach einem Gewinn von 170 Millionen Franken im zweiten Quartal, legte Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam (53) heute nach. Die Grossbank erzielte einen Gewinn von immerhin noch 41 Millionen Franken im dritten Quartal. Analysten hatten aber durchschnittlich mit 63 Millionen Franken gerechnet. Im Vorjahr betrug der Gewinn im dritten Quartal noch 779 Millionen Franken.

Zur Erinnerung: Im letzten Quartal 2015 und ersten Quartal 2016 verbuchte die CS rote Zahlen. Die CS muss endlich wieder wachsen und die Banker sollen auch ein wenig Spass an ihrer Arbeit haben, waren die Kernbotschaften Thiams im letzten Jahr. Seit gut einem Jahr befindet sich die Grossbank nun in einem grundlegenden Umbau.

«Im dritten Quartal 2016 konzentrierten wir uns weiter auf die disziplinierte Umsetzung unserer Strategie», sagt CEO Thiam in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dank des grossen Einsatzes über alle Divisionen hinweg seien die positiven Tendenzen gestärkt worden, die sich bereits in den Ergebnissen für das zweite Quartal 2016 gezeigt hätten. Bei den Kosteneinsparungen sei man auf Kurs, die Ziele für das laufende Jahr zu erreichen.

Ein Durchbruch sieht anders aus

Die CS kommt nicht recht auf Touren, der heutige Gewinnausweis ist bescheiden. Er ist teilweise auf Sonderkosten zurückzuführen. So weist die Credit Suisse gegenüber dem zweiten Quartal eine Wertberichtigung auf eigenen Schulden in der Höhe von 623 Millionen Franken aus. Auch bei den Rückstellungen für Rechtsfälle fielen Kosten von 203 Millionen Franken an. Schliesslich musste die Credit Suisse offenbar deutlich mehr Steuern zahlen als im Vorquartal.

Operativ dagegen hat sich die Grossbank gegenüber dem Vorquartal leicht gesteigert. Der Vorsteuergewinn stieg von 199 Millionen Franken auf 222 Millionen Franken. Sich verbessern konnte sich jedoch nur die Schweizer Bank. Das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft dagegen stagnierte. Die Asien-Bank und die Investmentbank müssen sogar einen Einbruch des Vorsteuergewinns melden.

Auf der Einnahmenseite verbuchte die CS 5,4 Milliarden Franken im dritten Quartal gegenüber 5,1 Milliarden im Vorquartal – ein Plus von 300 Millionen Franken.

Thiams Fazit: «Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, sind jedoch gut aufgestellt, um unter schwierigen Marktbedingungen unsere wichtigsten Ziele umzusetzen - die Kosten zu senken, die Kapitalbasis zu stärken und ein profitables Geschäftswachstum zu fördern.» (uro/SDA)

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 05.11.2016
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2 Kommentare
  • Melissa  Baumann 03.11.2016
    ZITAT: Die CS muss endlich wieder wachsen und die Banker sollen auch ein wenig Spass an ihrer Arbeit haben, waren die Kernbotschaften Thiams im letzten Jahr. Die Banker haben finanziell jahrelang Spass gehabt, es ist an der Zeit zu arbeiten und nicht noch weiter Spass zu haben. Die CS muss wieder dorthin kommen wo sie einmal war, nämlich als glaubwürdig in den Augen der Bevölkerung gesehen zu werden!
  • Anna  Rusch 03.11.2016
    CS mach Millionengewinn und wie viele verloren ihren Job?! Diese Zahlen sind doch ein Witz bei all den Bussen, Entlassungen und CIO Gehältern!