
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Im September hatte Ethos (siehe Kasten) zusammen mit acht Schweizer Pensionskassen fünf Konzernen einen sogenannten Say-on-Pay-Aktionärsantrag gestellt. Dieser verlangt, dass Aktionäre an der Generalversammlung konsultativ über den Bericht der Management-Vergütungen abstimmen können.
Heute konnte Ethos einen Teilsieg vermelden: Nach gemeinsamen Gesprächen lassen die Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie der Nahrungsmittel-Multi Nestlé ihre nächsten ordentlichen GV über das Vergütungssystem oder einen entsprechenden Bericht abstimmen.
Aber: Novartis und ABB, die ihre Generalversammlungen am 24. Februar respektiv am 5. Mai durchführen, steigen nicht darauf ein.
Stärkere Aktionärsdemokratie
Ethos zeigt sich erfreut, dass Nestlé, CS und UBS den Aktionärinnen und Aktionären freiwillig das Recht einräumen, sich zu den Managerlöhnen zu äussern. «Dies ist ein Schritt in Richtung besserer Selbstregulierung im Bereich der Management-Vergütungen und stärkerer Aktionärsdemokratie in der Schweiz.»
Die Abstimmung ist allerdings lediglich konsultativ, da das Schweizer Recht keine bindende Abstimmung zulässt. Ethos freut sich dennoch auf «aussagekräftige Signale». In jedem Fall werden die drei Unternehmen im Vorfeld zu den Generalversammlungen genügend Informationen offenlegen müssen. (SDA)