Wegen Wegelin-Debakel Hummler muss NZZ-Präsidium abgeben!

ZÜRICH - Konrad Hummler muss nach dem Wegelin-Debakel gehen: Er gibt sein Amt als VR-Präsident bei der NZZ-Mediengruppe an Franz Steinegger ab.

  • Publiziert: 09.02.2012

In einem Brief informierte heute Wegelin-Chef Konrad Hummler die Mitarbeiter über seine Sistierung. «Die rechtlichen Auseinandersetzungen im Steuerstreit zwischen den USA und der Schweiz erfordern den Einsatz sämtlicher physischen und intellektuellen Kapazitäten.»

Er habe den Verwaltungsrat nachgesucht, das Amt des Präsidiums ad interim in andere Hände legen zu können. Hummler schreibt weiter: «Der Verwaltungsrat ist dieser Bitte nachgekommen und hat seinen Doyen Franz Steinegger mandatiert, den Vorsitz bis auf weiteres zu führen.» Er schreibt aber, dass seine Position als Verwaltungsrat davon unberührt bleibe.

Verkauf nach Klage

Ende Januar endete die Ära der ältesten Bank der Schweiz. Mit Ausnahme der US-Kunden wurden sämtliche Geschäfte in die neu gegründete Notenstein Privatbank übertragen. Neue Besitzerin wird die Raiffeisengruppe.

Konrad Hummler hatte den Verkauf mit der existenzbedrohenden Lage begründet, in welche die Bank wegen der rechtlichen Auseinandersetzung mit den US-Behörden geraten sei.

Mit der Zerschlagung der Traditionsbank versuchen die acht Teilhaber der Wegelin Bank, im Steuerstreit mit den US-Behörden das Ruder noch herumzureissen. Die Bank war im Sog der Steueraffäre rund um die UBS auf den Radar der US-Steuerbehörden gekommen. Im Oktober 2010 wurde ein ehemaliger Direktor des Instituts wegen versuchter Geldwäscherei vom Geheimdienst FBI verhaftet. (num/SDA)

Kommentare (1)

  • Walter Hermann  Fröhlich-Gantenbein
    Die logische Konsequenz von Hummler, alle Achtung und Respekt.
    • 09.02.2012
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